Titel | ||||
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92 | Weiberfastnacht | |||
Vorschautext: Als ich einmal arbeitslos durchs Leben ging, vermittelte mich die Community Xing. Nach einer gut erholenden Nacht hab ich mich als Bewerber chic gemacht. Und bald stand ich dort auf der Matte Im Anzug mit Hemd und teurer Krawatte. Hätte ich den Vatermörder gespart, wäre kostenlos die lange Taxifahrt. Mir öffnete eine Frau mit Mützchen, sie lächelte und sang etwas von Bützchen. Sie wollte gleich meinen Lebenslauf sehen, ... |
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91 | Fasrnacht und Fasching war | |||
Vorschautext: Liebe, Wirtschaft, Politik, Kinder, Kundschaft, Kalter Krieg, Singen, Tanzen auch Kritik, Pleiten, Pannen, Fußballsieg. Alles ward aufs Korn genommen, bei den Bunten und den Frommen. Sonne, Regen, selten Schnee, im Norden ging‘s von Luv nach Lee. Am Straßenrand sich Schirme schoben, Sturm und Staub manch Röckchen hoben. Frauen erhielten rote Rosen ... |
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90 | Nachwuchsversuch | |||
Vorschautext: Die Spätzin sprach: „Mein lieber Schatz, ich hätte gern nen kleinen Spatz.“ Der Spatz gerade Würmer suchte, den Wunsch der Gattin still verbuchte. Winter war es laut Kalender noch, denn Monat Februar war es doch. Die Sonne aber ihre Strahlen schwärmte, obwohl so schräg noch keiner wärmte. Jedoch er sprach: „Dann lass uns fliegen, dorthin wo die Gärten liegen. Lass die Bäume uns anseh’n, ob ein Nest dort kann entsteh’n. ... |
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89 | Jeden Tag | |||
Vorschautext: Dass ich gehe mit dem Hund hat so manchen guten Grund. Der Hund riecht, ich gestehe, von fern was ich nicht sehe. Rehe, Hasen, auch die Maus, jagd er gern aus ihrem Haus. Will er ein Mäuschen haben, muss er tief in die Erde graben. Dem Hasen nur eine Sasse gehört, die selbst leer den Hund noch stört. Das Reh im Wald ein Lager bricht ... |
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88 | Valentin ist überall | |||
Vorschautext: Ob sie auf Grönland bei den Bären, oder am Kap der guten Hoffnung wären, ob sie in Südamerika auf Feuerland oder an Bulgariens Sonnenstrand ob als Wellen über analogen Funk oder per Post als schriftliche Erinnerung oder digital per Satellit die Verbindung stand, den Valentin gibt es zu Wasser und zu Land. In Australien, das fast abgebrannt, oder auf der Mir im Weltenall, überall ist er bekannt ... |
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87 | Schneller Besuch | |||
Vorschautext: Er hat ihr geschrieben eine E-Mail aus dem Zug, er würde sie lieben, doch ihm wär‘s nicht genug. Er hätte etwas gefunden, er sei doch sehr klug. Als einst seine Frau ihn verließ, er beim Wohnungswechsel auf diese Frau stieß. Sie war hier im Urlaub und fuhr anderntags. ... |
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86 | Tag der Frauen ist | |||
Vorschautext: Heute ist ein besonderer Tag, den man nicht überall mag. In Europa kämpfen die Frauen, dass sie fürs gleiche Geld bauen, auf anderen Kontinenten und Inseln müssen Frauen um ihr Leben winseln. Deshalb lasst uns Vorbild sein und ladet eure Frauen ein. Ihr könnt sie in Kulturtempel führen oder lasst sie eure Liebe spüren. Lasst sie ihre Tücher verbrennen und wettergemäß auf der Straße rennen. ... |
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85 | Ohne Erfolg | |||
Vorschautext: Die halbe Nacht hab ich gesessen, denn ich hab große Lust besessen. Lust für das Reimen zum Gedicht, doch ich hatte die Ideen nicht. Hier auf meinem Schemel im Heim fand ich einfach keinen Reim. Ich dachte an den ersten Kuss, doch ich fand dafür keinen Schluss. Es wurde eine wilde Knutscherei, die nun langsam ist vorbei. Was erst an ihren Lippen klebte, nun an meinen Wangen lebte. ... |
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84 | Wenn die Forsithia blüht | |||
Vorschautext: Jährlich; wenn es nach Frühling riecht, die Heckenschere durch den Garten kriecht. Hecken, Sträucher, dünne Äste, Von jeder Art schneidet sie für Bewohner und Gäste gesunde, knospentragende Reste.. Mit ihnen wird ins Haus geeilt und die Zweige werden auf Vasen verteilt Beim Kaffee trinken kann man Wetten abschließen, welche Zweige zuerst zu Blüten sprießen. Die Forsythie eröffnet jährlich den Reigen, um uns ihre gelben Blüten zu zeigen. ... |
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83 | Das einfache Liebesgedicht | |||
Vorschautext: Trage ich manchmal ein Gedicht vor, so kann man es verständlich hören. Doch schon ein einfaches Husten muss die Zuhörer dabei stören. Selbst normales flüsterndes Sprechen kann die Verständigung unterbrechen. Und nun gibt es in steigender Zahl das Lungen-Novovirus international. Deshalb sitze ich in der Wohnung an meinem geliebten Poeten- Ort, träume von Liebe und gebäre jedes Wort. ... |
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82 | Zuviel Ruhe | |||
Vorschautext: Ich war gerade geboren Und war Mucks Mäuschen still. Da zog man mich an den Ohren Und sagte: „Jetzt brüll, zeige der Familienbande, dass Schreien keine Schande.“ Später, als ich zur Schule ging, ich schweigsam in der Klasse saß, die Lehrerin mich an die Tafel rief und sagte: „Jetzt rechnen wir was.. Zeige mal der ganzen Klasse, ... |
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81 | Ganz egal | |||
Vorschautext: Wenn ein Mann das „Kamasutra" studiert, spielt seine Frau verrückt. Dabei ist sie von manchem „Biest“ im Liebesroman entzückt. Der Mann erfährt, wie er sie „schafft“, die Frau will Liebe, Lust und Leidenschaft. Zum Schluss kommt es auf ’s gleiche raus und Ruhe herrscht im ganzen Haus. Genauso ist es mit Gedichten, mit Zeilen voller Reim, ... |
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80 | Wetter oder kein Wetter | |||
Vorschautext: Im Radio meint der Wettermann, das Wetter ist so wie es kann. Wenn es weiterhin so bleibt, der Frühling in die Höhe treibt. Das Angebot bestimmt die Preise und mancher plant die Urlaubsreise. Im TV sagt uns der Wettermann: „Laut Kalender fängt der Frühling an. Die Sonne es gut mit uns meint und täglich viele Stunden scheint. Krokusse und Forsythien blühen, ... |
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79 | Das Wunder der Liebe | |||
Vorschautext: Conny Francis sang einst gern und viel „Die Liebe ist ein seltsames Spiel.“ Und Jürgen Drews fand ohne Geld singend „Ein Bett im Kornfeld.“ So konnten sie in jenen Jahren die wahre Liebe uns offenbaren. Doch jetzt hat man eine Weisung gebaut, die die wahre Liebe uns versaut. Wer möchte denn schon morgens küssen, wenn wir 1 m Abstand halten müssen. Und Nachbars Frau ist nicht entzückt, ... |
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78 | Gewogen | |||
Vorschautext: Die Waage des Lebens wägt uns hin und her, wir nehmen ‘s leicht, dabei sind wir zu schwer. Das normale menschliche Leben Ist kein einfaches Nehmen und Geben. Da wird gewiegt, gewägt und gewogen und letzten Endes dann doch betrogen. Damit es nicht auffällt auf der misstrauischen Welt, gibt es verschiedene Waagen, je nach Gewicht und Geld. Die erste Waage in meinem Leben ist eine Schale aus feinem Blech gewesen. Dort wurde ich schreiend hineingehoben ... |
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77 | Glück und Glas | |||
Vorschautext: Glück und Glas, wie leicht bricht das!” hat Großmutter oft gesagt, wenn ich als Junge viel gewagt. Um das Glück zu zwingen, wollte ich ihr etwas Glücksklee bringen. Und so zog ich in den Park auf die Wiese, denn keine grünt so wie diese. In kurzen Hosen mlt blanken Knien, kroch ich dort, wo Kleepflanzen blühn. ... |
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76 | So allein | |||
Vorschautext: Ich lieg im Sommersonnenschein im Krankenhaus so ganz allein. Corona hat die Welt verschreckt, nun haben viele sich versteckt. Ich lieg noch lange hier allein, raus und rein darf nun kein Schwein. Der einzige Besuch, den ich konnt loten, war eine Blackkatz mit weißen Pfoten. Ich nmuss aber täglich mein Fahrzeug lieben und es singend durch die Gegend schieben. Goethe und Schiller waren fein raus, damals gab es noch kein Krankenhaus. ... |
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75 | Danke | |||
Vorschautext: Es sprach der Hausarzt einst zu mir, „es sind die Wirbel fünf und vier, der eine unten, der andere oben, die sich durch die Arbeit verschoben. Ich darf zwar keinen Namen nennen, doch einen Spezialisten alle kennen.“ Zu Hause griff ich zum Telefon, drei Versuche und da war er schon. Er kann die Wirbel neu sortieren und dann haltbar positionieren. Damit Operation und Heilung glücken, ... |
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74 | Zur Handschrift | |||
Vorschautext: Neulich las ich ein Gedicht, per Hand schreibt einer leider nicht. Das find ich aber gar nicht gut, wenn einer nicht mehr schreiben tut. Wenn er nur noch Tasten drückt, das Papier mit Schrift bestückt. O Freund, da hast du aber falsch gelesen, das mit Höflichkeit war einst gewesen. Es freut sich selbst dein ärgster Feind, wenn der Fehde-Brief eigenhändig erscheint. Und deine Freundin sagt zum Brief bewegt, da war er meinetwegen schon erregt. ... |
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73 | Enttäuschung | |||
Vorschautext: Im Spreewald war ich neulich, in Burg und Lübbenau. Doch diesmal war es scheußlich, das wisst ihr selbst genau. Corona, dieses Ekel, hat uns verrückt gemacht, Es ist ein Menetekel, das Elend uns gebracht. Gern wäre ich ein Fährmann hätte manche Fahrt gemacht, zur Eiche und nach Zauche, ... |
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