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| Meine Sorge um meinem Bruder | Paul Kinzel | |||
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Vorschautext: Über 60 Jahre dauert meine Sorge schon an. Dabei ist mein Bruder doch schon ein gestandender Mann. Er stand sein Leben lang auf seine eigenen Beine. Aber ab und zu ist er mit sich selbst im Reine. Dann muss ich bei ihm eingreifen, damit er sich nichts an tut. Dies erfordert von meiner Seite immer mehr Mut. Ich will nicht sagen, das er aggressiv ist, Bruder, Du für mich die wichtigste Person bist. Ich will Dich nur vor eigenen Schaden bewahren und das mache ich jetzt schon seit Jahren. ... |
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| Morgens im Bad | Gudrun Nagel-Wiemer | |||
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Vorschautext: Ach, was ist das für ein Morgen, im Gesicht sieht man die Sorgen, Heute früh ist gar nichts schick, - Haare struppig, Augen dick. Ich kämpfe mit den Tränensäcken, versuche sie schon abzudecken, leider klappt das heute nicht, - also Wasser ins Gesicht. Sehe müde aus und schlapp, brauche heute wohl make up, ... |
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| Der Zauber | Klaus Lutz | |||
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Vorschautext: Der Zauber Der Zauber, der hilft: „Dem Mensch! Der Welt! Der Sprache! Der Kunst! Und dem Leben!“ Der Zauber, der die Augen öffnet: „Für Witze! Spaß! Feste! Träume und Abenteuer!“ Der Zauber, der den Traum zeigt: „Den Geist! Das Wissen! Das Denken! Die Phantasie ohne Ende!“ Der Zauber, der das Wunder zeigt: „Den Tanz! Das Lied! Die Musik! Die Freude!“ Und das Spiel mit dem Leben. Der Zauber, mit dem Du in den Spiegel ... |
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| Wortquellen | Klaus Lutz | |||
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Vorschautext: Die Welt und das Leben. Der Tag und das Theater. Der Clown und der Teufel. Und dann der Mensch. Das alte Hemd. Die billigen Schuhe. Die falsche Perücke. Und dritte Zähne. Die Zeit der Fehler. Dann das Leben. Ohne Hunger. Ohne Armut. Ohne Krieg. Frieden aber mit Fehlern. Und Träume die sagen: "Danke" Der Wein und das Wasser. Das ... |
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| Zeitumstellung | Angelika Zädow | |||
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Vorschautext: Vor den Fenstern hängen dunkle Schatten von kahlen Ästen herab; drinnen lehnt die Leere an der Wand und lauscht dem Raunen des Windes ... |
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| 13 Jahre. Und manche Wunden sind noch immer offen. | Stay Strong | |||
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Vorschautext: 13 Jahre ist es her. 13 Jahre, seit mir etwas angetan wurde, das ich niemals freiwillig erlebt hätte. 13 Jahre, seit sich etwas in mir verändert hat, das niemand von außen sehen kann. Und 13 Jahre, in denen ich versucht habe, mit etwas zu leben, das ich mir niemals ausgesucht habe. Ich war gerade einmal 19 Jahre alt. Noch so jung, mit Vorstellungen davon, wie mein Leben sein würde, mit Wünschen, Hoffnungen und dem Glauben daran, dass manche Momente etwas ganz Besonderes sein würden. Es war mein erstes Mal. Aber nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Nicht mit einem Menschen, dem ich vertraute, bei dem ich mich sicher fühlte und bei dem ich mich fallen lassen konnte. Ich kannte ihn kaum. Und trotzdem nahm er sich etwas, das ihm niemals zustand. Mein erstes Mal hätte ein Moment sein sollen, an den ich mich ohne Angst erinnere. Ein Moment, den ich selbst gewollt hätte, in dem meine Gefühle zählen, meine Grenzen respektiert werden und ich selbst entscheiden darf, wem ich mich anvertraue. Ich hätte mir gewünscht, dass es aus Nähe entsteht. Aus Vertrauen. Aus Zärtlichkeit. Aus einem Gefühl, bereit zu sein und es wirklich zu wollen. ... |
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| Letzte Blüte | Helga | |||
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Vorschautext: Schon schwebt die letzte Blüte hernieder auf mein Haupt, es endet Sommers Güte, der Wärme werden wir beraubt. Doch tief in meinem Herzen, bleibt Liebe hell und rein, sie leuchtet bei den Kerzen, wenn draußen Herbst zieht ein. |
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| Noch einmal... | Gudrun Nagel-Wiemer | |||
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Vorschautext: Ich möchte wieder mit dir reisen, noch einmal deine Nähe spüren, in den besten Lokalen speisen, und dich bei Kerzenschein verführen. Ich möchte mit dir Cabrio fahren. In Hamburg vor dem Michel stehen. Wir könnten, auf der Reeperbahn, in die Olivia Jones - Bar gehen. Lass uns auf dem Kudamm bummeln, - Berlin war immer deine Stadt, ... |
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| Die "Kunstfigur" | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: -Fiktion – Für den Bruchteil einer Sekunde blitzt ihre wahre Identität hervor, bevor sie hinter der starr lächelnden Mimik verschwindet. In ihrer Gefühlswelt herrscht emotionale Eiszeit. Eingesperrte Gefühle rebellieren, wollen belebt und durchlebt werden, sich Durchbruch verschaffen, ... |
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| Farbenschau | Anita Menger | |||
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Vorschautext: Viel schöner als wir es erträumen, strahlt farbenfroh das Laub an Bäumen. Mit Lob geizt selbst die Sonne nicht und stellt das Bunt ins Rampenlicht. Die Chrysanthemen, Herbstzeitlosen auch Astern und die späten Rosen in vielen Gärten uns begrüßen. Im Wald zahlreich die Pilze sprießen. Braun glänzt die Eichel - keck mit Hut. Dem Sanddorn steht orange sehr gut, ... |
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| sand(an)sturm | Wilfried Kunz | |||
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Vorschautext: einst wogten die wellen der meere an einsamen stränden ins leere heute liegen dort leiber neben männern auch weiber in massen nach klassen man kann es kaum fassen kein sandkorn mehr sauber zu viele urlauber ... |
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| himmel großer wasserlasser | Wilfried Kunz | |||
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Vorschautext: (ein regenspaziergang) himmel großer wasserlasser wolkenheld und sturmgeselle vollgesaugter lappen nasser mutter erdes großtankstelle himmel stolzer donnervater prahlst mit deiner windgen macht lässt dich wieder einmal selbst zur ader ... |
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| Heute. | Isaew Magomed | |||
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Vorschautext: В Тебризе видел персианку, Скрестивши руки хмурилась она, Кто тот виновник и смутьян?.. Как в гневе ты прекрасна видел я, А в сладости познает только он . |
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| Frieden, statt Kriegs-Milliarden (Song) | Horst Bulla | |||
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Vorschautext: [Intro] Frieden, Frieden für die Welt… Frieden, Frieden für die Welt… Frieden, statt Kriegs-Milliarden! [Strophe 1] Aufrüstung und Säbelrasseln, Milliarden für ein Feindbild schüren, statt Milliarden für den Frieden, Freundschaft suchen, Gespräche führen. Warum reden wir von Sicherheit, ... |
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| Die vergessenen Arbeiter (Song) | Horst Bulla | |||
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Vorschautext: [Strophe 1] Sie standen früh in kalten Hallen, haben Stahl und Träume bewegt. Sie bauten Häuser, Straßen, Brücken, ein Land, das sicher vor uns steht. Doch heute sieht man nur die Schatten… von Händen, die einst stark und frei. Deutschland, wie konnt’ es passieren, dass man sie einfach übersah? [Strophe 2] Sie trugen Lasten ohne Klagen, ... |
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| Überwindung | Farbensucher | |||
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Vorschautext: Überwindung in der Aerodynamik der Gehirnwindungen segeln Gedanken deren Flügel weiter gespannt sind als Schritte in gewohnter Bequemlichkeit es fehlt noch die Entscheidung |
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| Das Leben | Meteor | |||
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Vorschautext: Um es zu begreifen, müssen wir reifen ... um es zu verstehen, über Grenzen gehen ... Zu begreifen heisst, Unfassbares zu fassen, was das Denken weist, dem Geist zuzulassen. Das Auge sieht, das Ohr vernimmt, ... |
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| Unter der Stachelhaut | Helga | |||
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Vorschautext: Grün und voller spitzer Stacheln, hängt sie oben auf dem Baum, wer sich ihr nähert, spürt den Schmerz, verborgen bleibt das weiche Herz. Fällt sie runter durch den Wind, und die harte Schale bricht, sieht ein jedes Menschenkind: Da kommt weicher Glanz ans Licht. Genauso ist es oft im Leben: Der Mensch baut gern sich eine Mauer, ... |
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| Kinoprojektion | Max Vödisch | |||
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Vorschautext: Das Licht erlischt, die Leinwand glimmt, ein fremder Pulsschlag, der mich nimmt. Die Pupille trinkt das matte Licht, bis mein eigenes Sein im Innern bricht. Ein Schuss – mein Herz schlägt wild und schwer, ich bin nicht ich, ich bin noch mehr. Der Gangster stiehlt, ich spür die Gier, sein kaltes Lächeln wohnt in mir. Ein Kuss im Regen, scharf und heiß, der Körper bebt als stiller Beweis. ... |
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| Vom ironischen Wandel der Natur. | TIMO ERTEL | |||
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Vorschautext: Es fließt der Bach, es fällt das Blatt, weil beides wohl Bewegung hat. Der Morgen kommt, der Abend geht – und keiner fragt, ob’s uns versteht. Das Feuer frisst sich durch das Holz, erst knistert’s laut, dann glimmt es stolz. Das Wasser trägt, die Erde hält, die Luft verweht den Rest der Welt. Der Mensch indes, nicht ganz bequem, fragt sich: „Was ist denn nun das Sein?“ ... |
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