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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Grasen Farbensucher
Vorschautext:
Wie gern gegrast wird an der Oberfläche!
Es scheint doch so, als wäre alles gut!
Ehrlichkeit, die mit Konstrukten bräche,
erfordert Selbsterkenntnis und auch Mut.


*Aphorismus
Regenwetter Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Es regnet ohne Unterlass,
da bleibe ich zu Haus.
Ich habe Lust zum Malen
und hole die Farben raus.

Dieses schlechte Wetter,
habe ich wirklich satt.
So zaubere ich mir Sonne,
auf das weiße, leere Blatt.

Ich stelle einen Strandkorb,
in den feinen Sand, ans Meer,
...
Im Orchester meines Lebens Peter Szneckneck
Vorschautext:
Im Orchester meines Lebens
kam ich auf keinen grünen Zweige
zu widerstehen war meist vergebens
weil ich glaubte, dass ich sonst leide

Im Orchester meines Lebens
mochte ich intensive Flötentöne lieber
als zu grelles Dudelsack getröte
von falschem Weibsgefieder

Im Orchester meines Lebens
stand meine Darbietung schon mal schlechter da
...
Bukarest 2025 Der Tod ist ein Meis
Vorschautext:
Man muss mit Gewalt ersinnen,
was an Bukarest noch schön erscheinen mag –
und dennoch stirbt man dort vor Sehnsucht.
[Małgorzata Rejmer, „Bukarest. Staub und Blut“]
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Ich besuchte diese Stadt im März des vergangenen Jahres.
Dies Gedicht ist ein lyrischer Versuch,
meine Erinnerungen festzuhalten.

Der Duft von Parfüm schwebt durch die Luft
des verlausten Bukarests.
Ich sauge ihn ein mit meinen Nüstern,
...
Jahreszeit mit Jojo Effekt Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Der Frühling hat von allem was,
mal scheint die Sonne, mal wird's nass.
Wechselhaftes Wetter hält er bereit,
so ist nun mal die Jahreszeit.

Den Regenschirm räum' nicht weit fort,
oft bläst der Wind an manchem Ort,
gelegentlich gibt's kühle Tage,
oder die Hitze wird zur Plage.

...
Ursprungszauber Meteor
Vorschautext:
Wie selbstverständlich wir es nehmen,
dieses unser aller Erdenleben.
Unser Ursprung ist uns ein Rätsel,
leisten uns dafür Glaubensgemetzel.

Wir suchen stets nach neuen Wundern,
ohne die uralten erforscht zu haben,
immer noch die Antworten schlummern,
auf die Fragen, wie, woher wir kamen.

Es bleibt ein Geheimnis des Universums,
wir sind nur gezauberte Symptome,
...
Traum und Wirklichkeit René Oberholzer
Vorschautext:
Sie schrieb
In kurzen Sätzen
Im Frühling werde es
Kein Wir mehr geben

Ich starrte
Auf das Display
Kaute an den Sätzen
Lernte sie auswendig

Dann versuchte ich
Die Fragezeichen
...
Auszeit im Ried René Oberholzer
Vorschautext:
Es ist ruhig
Es ist still
Nur Birken
Und Kiefern
Und Moos
Und ein See
Und Gräser
Und der Himmel

Es ist ruhig
Es ist still
Im Schatten
...
Elementar René Oberholzer
Vorschautext:
Sie sagte Sex
Er sagte Wasser
Sie sagte Kinder
Er sagte Feuer
Sie sagte Geld
Er sagte Erde
Sie sagte Haus
Er sagte Luft
Sie sagte Liebe
Er sagte Mahlzeit


...
Immer abends René Oberholzer
Vorschautext:
Ihre Eltern
Schon alt
Sind zurückgekehrt
In die Heimat

Hier waren sie
Arbeitskräfte
Dort sind sie
Menschen

Ihre Tochter
Ganz allein
...
Ganz nah René Oberholzer
Vorschautext:
Ihr Mann ist tot
Liegt auf dem Friedhof
Sie besucht ihn jeden Tag

Heute hielt sie einen Vortrag
Über gemeinsame Reisen
Er war ganz nah bei ihr

Ich habe ihn geliebt
40 Jahre sind eine lange Zeit
Sie hat Tränen in den Augen

...
Kapriolen im April Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Mein April ist ein toller Typ,
auch in diesem Jahr kannst du
darauf wetten.
Er wird wieder alles bringen,
d.h. Wetter in allen Facetten.

Langweilig ist er sicher nicht,
er liebt die Wetterkapriolen.
Nach einem richtig harten Winter,
macht er uns Hoffnung, unverhohlen.

Ich denke dabei oft an Wechselbäder,
...
Menschheit Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
In verschiedenen Kulturen hat
die Menschheit einzigartig überlebt.
Überwiegend positiv Dinge,
haben menschliches Leben geprägt.

Vieles was man geschaffen hat,
ist sagenhaft und fulminant.
Man kann sogar noch erkennen,
unsere Vorfahren waren brillant.

Fleißiges Schaffen war wohl
immer prägend grandios.
...
Im Himmel ist Jahrmarkt Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Aber Freunde, der Termin war schon
letzte Woche,
den habt ihr nun leider verpasst.
Im Himmel war mächtig was los,
man hat mit den Göttern
so richtig geprasst.

Oben trafen sich Leute aus aller Welt,
sie kamen sogar aus Böhmen.
Wenn du jetzt mal die Klappe hältst,
hörst du noch die Weinbäche strömen.

...
Eine frische Hörerfahrung Eva Pietsch
Vorschautext:
Hin und wieder erlebe ich gerne
die klassische Musik der Moderne
und erfreue mich an den klingenden Possen
meiner begabteren Zeitgenossen.
Siebzig Menschen, die mit Instrumenten was machen,
lassen es auf der Bühne erheblich krachen.
Sie mischen unverdrossen diverse Klänge
zu einem ungeahnten Gemenge.
Durch die Art, wie der Mann ganz vorne agiert,
erweist er sich als hochtalentiert:
im Einsatzgeben voll und ganz,
aber auch im Ausdruckstanz.
...
"Kritik um der Kritik willen" Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

Seine Kritik ist immer ein Rundumschlag,
reicht von Adam und Eva bis zum jüngsten Tag,
dabei verliert er sich oftmals in Details,
tritt bei Schuldzuweisungen gern an den Beweis,
doch sind an den Haaren herbeigezogen
seine Argumente, der Rest ist gelogen,
auf Wahrheit legt er ohnehin keinen Wert,
Hauptsache seine Zunge verletzt wie ein Schwert
die Ehre all jener, die er kritisiert,
über ihr Fehlverhalten wild assoziiert.
Lass mich deine Katze sein Paula
Vorschautext:
Manchmal sehne ich mich danach,
dass ich deine liebe Katze wäre.
Auf deiner Brust liegte ich flach,
schnurrend ich dich leise betöre,
weil deine Hände mich streicheln,
mich sanft kraulen und erweichen.
Wie schön muss das wohl sein,
als deine Katze mit dir allein.
Unter deinem Namen Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Die Dinge
tragen kein Urteil.

Nicht der Regen.
Nicht die Nacht.
Nicht das Schweigen
zwischen zwei Menschen.

Erst dein Denken
tritt hinzu
und macht daraus
Trost,
...
Der andere Weg Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Manchmal beginnt ein Leben
mit dem stillen Wissen,
dass die vorgezeichneten Wege
gut ausgeleuchtet,
geordnet,
beinahe freundlich sind,
aber nicht für dich.

Du gehst den schwereren Weg.
Kein Versprechen.
Keine Rettung.
Nur nichts,
...
Konstruiert Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Gern schafft sich der Mensch
ein Bild von der Welt,
das die Realität
in den Schatten stellt.
Weit entfernt von den Farben
der Wirklichkeit,
schaukelt er auf dem Trug
der Geborgenheit.