Titel | ||||
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172 | Gruß an alle | |||
Vorschautext: Ich grüsse alle, die mich kennen und gern meinen Namen nennen. Trinkt Bier und esst viel Brot, dann verschont euch der Hungertod. Jeder lässt die Worte klingen und wer will, der kann auch singen. Drei Tage geht das so, drum sind wir alle heute froh. 09.04.2019 at Wolf-Rüdiger Guthmann |
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171 | Alles vergebens | |||
Vorschautext: Will man etwas bewegen, braucht man den richtigen Hebel. Wir wollten uns in einer Region regen, aber es war vormittags viel Nebel. Da liessen wir die Autos stehen, der Parkplatz war doch frei, um dann zu Fuß zu gehen, was ist denn schon dabei. Wir sahen, was man sonst nicht sieht, der Stadtführer hatte Ahnung. Damit nichts schlimmes passiert, kam öfter eine Mahnung. ... |
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170 | Der Tischler | |||
Vorschautext: Der Tischler ist in seinem Fach als Künstler wohlbekannt. Das erste, was der Mensch so braucht, das kommt von seiner Hand. Und selbst das letzte in der Welt, macht ihm der Tischler zu. Als Meister und Menschenfreund bringt alle er zur Ruh. 16.04.2019 © Wolf-Rüdiger Guthmann |
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169 | Osterfeuer im Spreewald | |||
Vorschautext: Wie jedes Jahr plant man auch heuer in jedem Dorf ein Osterfeuer. Was an Astholz sonst vergammelt, man zum Osterfeuer sammelt. Bretter, die das Haus verschandelt, weil sie einstmals nicht behandelt. Reisig kann man wie einst in alten Tagen schadlos auf dem Rücken tragen. Auch Äste, die der Sturm gebrochen, als er wütete vor vielen Wochen. Kinderbänke, die brechend zerfetzt, ... |
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168 | Geschenke Tag Ostern ??????? | |||
Vorschautext: Ein Gedicht von Inge Wamser Überarbeitet von Wolf-Rüdiger Guthmann Das Osterfest ist heute wie Weihnacht, es wird nur an große Geschenke gedacht. Die Schaufenster und Läden sind voll, billige Geschenke sind nicht mehr toll. Früher war es nur ein buntes Nest, das man suchte im Garten zum Osterfest. Heute gibt es so viele große Sachen, ob die uns alle glücklicher machen? ... |
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167 | Du sollst nicht... | |||
Vorschautext: „Du sollst nicht ehebrechen…“ hat der Pfarrer mir erzählt, als ich mit ihm wollt sprechen, weil ich einmal gefehlt. Der Pfarrer fragte leise: „Warum erzählst Du das? Der liebe Gott sieht alles, auch im Dunkeln deinen Spaß. Das Weib hat sich genommen, was ihr garnicht gehört, ... |
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166 | Herbstknaller | |||
Vorschautext: Weil des Herbstes Winde wallen, lässt mancher Baum die Blätter fallen. Würden sie jedoch beim Prallen auf die Erde mächtig knallen, würde in den Montagehallen mancher Mensch die Fäuste ballen. 15.10.2019 © Wolf-Rüdiger Guthmann |
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165 | Die Konfirmandenprüfung | |||
Vorschautext: Liebe Patenkinder, in diesen Tagen wird euch der Kirchengemeinderat befragen, ob ihr mit biblischem Bild und Ton reif seid für die Konfirmation. Gute Christen, die wir einst beriefen, werden euch wie alle anderen prüfen. Sicher wollen sie genannt bekommen die Apostelnamen dieser Frommen. Dazu Geschichten aus Jesus Leben, Geburt und Wirken bis Auferstehung eben. Unkenntnis biblischer Geschichte ... |
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164 | Rügen (Wandern oder marschieren) | |||
Vorschautext: In Gedichten und in der Literatur beschreiben viele Rügens Natur, wie dort die einen mit den andern gemeinsam über die Insel wandern. Durch Wiesen, Heide, Buchenwälder, blaue Bodden, gelbe Felder, wie man am Ufer laufen müsste bis zum Fuß der steilen Küste. Ein Fischadler hause ganz cool auf einem Ast am Königsstuhl. Am Bodden das Schloss Spyker ... |
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163 | Kontraste | |||
Vorschautext: Als ich im Krieg geboren ward, da war das Leben bombenhart. Doch in des Kreißsaals Kinderreich wurde es wieder windelweich. Und diese krasse Prozedur wiederholt sich im Leben nur. Biete ich zaghaft mein Zeugnis an, nimmt man die weiche Windel dran, doch fuhr ich an den Baum ganz leicht, mich das harte Gesetz erreicht. Laufend nur diese falsche Tour, ... |
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162 | Der Zeitvertreiber | |||
Vorschautext: Kennt ihr den Gedichteschreiber, diesen langen dürren Zeitvertreiber? Wenn ich neuen Text mal fand war er meist sofort zur Hand. Was ich ihm langsam diktierte, er schnell aufs Pergamente klierte. Nicht immer er Schreibpapier hat, manchmal ist es von der Rolle ein Blatt. Er schreibt nicht immer fehlerfrei, bloß gut, ich sitze doch nebenbei. Ist er besonders lieb und nett, ... |
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161 | Kann denn Parken Sünde sein? | |||
Vorschautext: Ohne Auto, muss ich ehrlich sagen, geht kaum etwas in meinen Tagen. Fahren mit Schwung und Gas macht dabei noch immer Spaß. Doch das Schlimmste an der Fahrerei ist in der Stadt die Parkerei. Schon seit vielen, vielen Jahren darf ich zu meiner Freundin fahren. Der Parkplatz für meine Räderschar anfangs noch eine Ruine war. Mein Auto stand zwischen Schutt und Dreck, ... |
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160 | Auf Pücklers Spuren | |||
Vorschautext: Wer Pückler und Schloß Branitz nennt, aber beides noch nicht persönlich kennt, nutze doch die jährlichen Brückentage, um zu klären diese und jene Frage. Wir haben es neulich erst unternommen, sind motorisiert bis zum Parkplatz gekommen. Am großen Platz mit vielen blauen Parkuhren war der Anfang aller Wege und Spuren. Doch wir strömten nur in eine Richtung, nämlich zu der großen Gärtnerlichtung. ... |
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159 | Alles fließt | |||
Vorschautext: Mein Nachbar, der vielen bekannt, hat dichtend viele Flüsse genannt. Doch damit alles ordentlich lacht, hat er Namen durcheinander gebracht. Vielleicht hat er im Rhein gebadet und das hat dem Geist geschadet, denn sicher fließt im alten Rhein für alle Väter ein junger Wein. In der Schule haben wir gelernt was sich nähert oder entfernt. ... |
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158 | Das neue Fahrgefühl | |||
Vorschautext: Als ich geboren war, so muss ich sagen, war das Kinderbett mein erster Wagen. Trocken, warm mit etwas Geruch, verlockte er zu manchem Spruch. Schon nach wenigen Tagen fuhr ich im geschlossenen Wagen. Zwei Achsen, vier Räder, alles Pappe, Zierrat und Farbe waren billige Attrappe. Im nächsten Sommer wehte geschwind Im offenen Wagen frischer Wind. ... |
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157 | Das Leben | |||
Vorschautext: Das Dasein auf dieser Erden, das jeder nennt das Leben, zwischen Geburt und begraben werden wird uns nur einmal gegeben. Wer es nicht täglich nutzt, für Liebe, Kinder, Reisen, stattdessen lieber Fenster putzt, der darf kein Schicksal preisen. Zum Leben gehört der Ponyhof, doch auch der Arbeit Schweiß. ... |
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156 | Spiegeleien | |||
Vorschautext: Fällt dir für’ s Gedicht nichts ein, schau mal in den Spiegel rein. Dort zeigt sich im versilberten Glas ein Anblick für so manchen Spaß. Du kannst zwar den Kopf verdrehen bis dir die Haare zu Berge stehen. Doch auf der Stirn steht geschrieben, was Du alles hast getrieben. Bei Zunge drehen und Zähne zeigen können doch die Lippen schweigen. ... |
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155 | Der Sommer ist gekommen | |||
Vorschautext: Der Sommer ist gekommen und nahm was uns betucht. Jetzt sehen selbst die Frommen sofort was sie gesucht. Was sonst hinter den Falten lag zeigt sich faltenlos am hellen Tag. Früher aß man sich in die Breite jetzt trinkt man nach vorn das Weite. Schwierig ist es mit den kleinen Rollen, die partout nicht passen wollen. ... |
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154 | Trockener Sommer | |||
Vorschautext: Ist der Sommer endlich eingetroffen, trinkt man nicht, es wird gesoffen. Kästen, Kisten, Körbe, Taschen schleppt nach Haus man voller Flaschen. Fruchtsaft, Selters, Bier und Limonade stärken treppaufwärts manche Wade. Andere können sich bequemen, bis zum letzten Stock den Aufzug nehmen. In des Nachbarn kleinem Garten blühende Rosen und Geranien warten. ... |
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153 | Die Wanzenstory | |||
Vorschautext: Als Kinder sangen wir beim Ringeltanze: „Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt ne kleine Wanze.“ Der Vers wurde wiederholt, doch vorher etwas umgepolt. Die letzte Silbe wurde weggelassen und man musste stark aufpassen. Wer sie aber trotzdem sang, angeblich wie die Wanze stank. Damals haben wir nur gesungen, der Nachweis ist uns nie gelungen. ... |
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