Titel | ||||
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32 | Die beste Krankheit taugt nichts | |||
Vorschautext: Mein Kumpel ist ein fauler Knecht, denn keine Arbeit ist ihm recht. Man hörte ihn schon morgens schrein: „Krank oder Rentner müsst man sein!“ Der Schöpfer musste das stets hören und es schien ihn arg zu stören. Mein Kumpel erhielt darum zum Genuss einen mehrfach gebrochenen Fuß. Der ward im Krankenhaus behandelt und in eine Schraubenshow verwandelt. ... |
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31 | Im Physiotherapie Land | |||
Vorschautext: Untersucht, doch ohne große Rede, überwies mich neulich der Orthopäde zur Verbesserung von meinem Knie in den Salon der Physiotherapie. Mich kostet das alles nichts, nur etwas Zeit, denn ich bin zuzahlungsbefreit. Der erste Therapiesalon empfahl sich selbst am Telefon. „Für ihre Leiden gibt es Spezialistinnen. Die lassen Adern und Lymphe gerinnen, kennen der Organe Gewichtung ... |
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30 | Einer kommt und einer geht | |||
Vorschautext: Freunde seht, der Herbst ist nah, der Sommer geht, war lange da. Er zeigte wahrlich alle Pracht,, hat schöne Tage uns gebracht. Brachte aber auch im bösen Übermut Schlamm und Wasser als tödliche Flut. Wer dort verlor manch Bau aus Stein, wünscht sich nur noch Sonnenschein. Jetzt hängt oft Nebel noch am Morgen, macht vielen Autofahrern Sorgen. ... |
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29 | Freitag, Dienstschluss | |||
Vorschautext: Freitag, kurz vor Sechzehn Uhr, Wochenende, gleich geht’s in die Spur. Vorher noch die Blumen gießen und den Panzerschrank verschließen Das Telefon auf Ansage schalten, der Computer muss die Kameras verwalten. Für Montag früh Brötchen bestellen, das Leergut auf den Gang raus stellen. Die Toilette schnell besuchen und die Arbeitszeit verbuchen. In Gedanken schön im Café sitzen ... |
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28 | Des Lebens Tücken | |||
Vorschautext: Heut klatscht jeder in die Hände, denn die Mücken neh'm kein Ende. Die Witterung ist feucht und warm, da vermehrt sich jeder Schwarm. Hört man sie am Kopfe summen und dann ganz plötzlich verstummen, heißt das für dich und mich, gleich verspüren wir den Stich. Die Schwalben sind schon fort geflogen, sins nach Süden abgezogen. Sie Spatzen sind nicht flink genug, fangen die Mücken nicht im Flug. ... |
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27 | Heute ist Wahl | |||
Vorschautext: Heute ist wieder einmal Wahl der Parteien großer Zahl. Heute müssen sie auskochen, was sie bisher uns versprochen. Der Wähler soll die Meinung sagen, sie verschlüsselt als Kreuz eintragen. Der Wahlzettel, lang wie ein Schlauch, erhöht stets den Papierverbrauch. Ihre Namen kennt man auch, doch die sind wie Schall und Rauch. ... |
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26 | Er ist noch nicht vorbei | |||
Vorschautext: Fallen auch die meisten Blätter und es zeigt sich Regenwetter, hört man wieder Schulgeschrei, der Sommer ist noch nicht vorbei. Ob in der eignen Poolsandwüste oder an einer Weltmeerküste, Sonnenbrand ist meistst dabei, denn der Sommer ist noch nicht vorbei. Zeigt die Sonne ihre Strahlen, will sich jeder darin ahlen. ... |
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25 | Die Maisstory | |||
Vorschautext: Rund um unser Haus ist Feld, das dieses Jahr mit Mais bestellt. Wochenlang wogte er still, weil der Mais doch wachsen will. Schweine, Rehe, Hirsche, Dachse, jeder schlief damit er wachse. Doch die Ruhe ist genommen, denn die Ernte hat begonnen. Die Erntemaschine sieht so aus, wie ein Einfamilienhaus. ... |
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24 | Es war nicht Ärger und Verdruss | |||
Vorschautext: Es war nicht Ärger und Verdruss, die Sache mit dem ersten Kuss. Das Mädel war so alt wie ich und zitterte ganz fürchterlich. Tagelang hatten wir es besprochen, ich hatte sogar ihre Haare gerochen. Sie schob sich rückwärts an die Wand, als ich ergriff nun jede Hand. Sie traute sich kaum zu rühren, als würde ich sie dann verführen. Ich schaute tief in ihre Augen, ... |
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23 | Einfach Liebe | |||
Vorschautext: Ob Mann, ob Frau, ob jung, ob alt, die Liebe macht oft ziellos halt. Ob morgens mit dem Arbeitsziel oder mittags bei einem Eis am Stiel. Ob beim Shoppen in der Stadt, oder abends von der Arbeit matt. Sie Liebe niemals in Ruhe endet, weil sie ständig Signale sendet. Sei es am Kleid ein Glitzer oder gar ein Busenblitzer. ... |
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22 | Bin ich Dein Freund? | |||
Vorschautext: Ich schreibe, dichte, kommentiere, und viel Tinte dabei verschmiere. Ich lese Gedichte und manch Buch, gebe Zustimmung und Widerspruch. So lernt man viele Partner kennen Und Freunde beim Namen nennen. Dabei muss man auch vorsichtig sein, denn manche Poeten sind noch zu klein. Ein Vater hat mir böse geschrieben, seine Tochter wäre zu jung zum Lieben. Nur weil ich gerichtet, ... |
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21 | Schreiberei | |||
Vorschautext: Wie Fontane, Schiller, Goethe bewundern wir Morgensonne und Abendröte. Gestern, Morgen und Heute haben wir Emotionen wie alle Leute. Was wir heute schreiben, wird vielleicht Jahrhunderte bleiben. Wenn kein Mensch mehr dichtet, ist die Menschheit vernichtet. Wir dichten nicht für den Moment, damit man unsere Namen kennt. Würde niemand nach Texten streben, könnte es auch keine Schlager geben. ... |
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20 | Sprachlos | |||
Vorschautext: Der betreffende Clip im Werbe-TV zeigt den Windelinhalt ganz genau. In vielen verschiedenen Farbnuancen lässt man ihn bei Mutter und Kind tanzen. Alles es zwar anders nennt, doch jeder dessen Inhalt kennt. Man streicht, schiebt und zerrt, der Flüssigkeit den Weg versperrt. Aber auch in mehreren Lagen muss es alles tropffest tragen. Doch was ist, wenn emsig und exakt, das Kind in dieses -Wundernetzwerk kackt?. ... |
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19 | Wettergedanken | |||
Vorschautext: Das Wetter ist nicht immer große Wonne, mal regnet es, mal scheint die Sonne. Was die Saat zum Wachsen braucht, den Menschen in der Freizeit schlaucht. Scheint viel Sonne am laufenden Band, droht dem Menschen Sonnenbrand. Regnet es jedoch sehr lange, ist vor Hochwasser ihm bange. Hagel, Schnee und dünnes Eis fordern oft so manchen Preis. Auf Schnee jedoch als dünne Schicht ... |
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18 | Vom Blatt zum Buch | |||
Vorschautext: Einst lag es unschuldig vor mir, das leere, weiße Blatt Papier. Ich hielt die Sache für einen Fluch, denn ich versprach dereinst ein Buch. Das war bei gutem Wein und Sekt, und die Vergangenheit war abgespeckt. Nun saß ich mit ca.30 Zeichen da, 10 Ziffern waren auch sehr nah. Ich hauchte den Kugelschreiber an und machte mich an das Schreiben ran. Mir fielen viele Episoden ein, ... |
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17 | Das Antlitz von Wandlitz | |||
Vorschautext: Als ich neulich in Wandlitz war, war das Leben sonderbar. Da ich wegen 3 Wochen Reha kam, man mich sofort in Obhut nahm. Draußen war große Regenszene, ich schlief mich aus in Quarantäne. Meist bin ich erst erwacht, als man das Frühstück mir gebracht. So saß ich mit Fensterblick, der Nachttisch trug nun Stück für Stück. Der Kaffee war mal süß und weiß und manchmal noch sehr heiß. ... |
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16 | Den Soldaten zum Gedenken | |||
Vorschautext: Im Namen des Volkes, hieß es ungefragt, wenn der Krieg in einem Land gejagt. Sprengstoff, Stahl, die neusten Zünder sorgten schnell für tote Münder. Dann verscharrten die Soldaten Ihre toten Kameraden mit dem Spaten. Nicht sehr tief in fremder Erde, falls man dort noch Sieger werde. Doch der Krieg kennt nicht Gewinner, später nur Archivare und Besinner. Gräber unbekannter Soldaten ... |
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15 | Die royale Poesie | |||
Vorschautext: Mit Kaiser, König, Edelmann fängt ein alter Zählspruch an. Bürger, Bauer, Bettelmann fügen sich dahinter an. So wird selbst die Bourgeoisie Teil der edlen Poesie. Ob nun Mädchen oder Junge, jeder Royale hat eine blaue Zunge. Selbst einen Schwan man zum König macht, wenn er singt in royaler Pracht. Doch es gibt auch Dummheit, leider, ... |
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14 | Das besondere Weihnachtsgeschenk | |||
Vorschautext: Meine Schwester ist sehr modebewusst, vor allem wenn es geht um Liebe und Lust. Pullover und Hosen müssen so sein, dass die Männer vor Staunen schrei' n. Ich habe mich deshalb im Advent geschunden, bis ein besonderes Geschenk für sie gefunden. Erschwingliche Kleidung und technische Sachen doch hauptsächlich die Chinesen machen. Deshalb habe ich mich einmal aufgemacht nach Berlin in die Weihnachtsverkaufsschlacht. Die Mamsell in der Sushi-Bar mein rettender Engel war. ... |
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13 | Beinahe ein Weihnachtslied | |||
Vorschautext: Im Mastkorb ein Matrose schlurfte, weil das Schiff nicht in den Hafen durfte. Der Käpt’n über Sprechfunk hörte, was den Matrosen so betörte: Am Himmel steht ein Goldner Stern, er zieht mich an aus großer Fern. Ich will hier raus, ich will nach Haus. Ich will mich um den Christbaum drehen, Jesus in der Krippe sehen. Im Knast ein Mann am Gitter sang, den ein Richter in die Zelle zwang. ... |
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