Titel | ||||
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1834 | Das musste nicht sein | 25.02.24 | ||
Vorschautext: Zwanzig zu schnell in der Dreißig-Zone, ach egal, das kümmert nicht die Bohne, die Ampel zeigt gelb, nur nicht verharren, jetzt Gas geben, mit solch flottem Karren. Oh, am Straßenrand sind Kids am paffen, die Bremsen quietschten, die Leute gaffen, dumpf trifft Metall ein modernes Rennrad, hätt´ jemand drauf gesessen, er wär´ platt. Plötzlich ein greller Blitz, wie kann das sein, am Himmel nur strahlender Sonnenschein, ... |
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1833 | Das sollte jeder tun | 23.02.24 | ||
Vorschautext: Lächle ihn an und gib ihm deinen Segen, sag ihm: „Es wird schon werden, auch im Regen“, reiche ihm deine Hand, weise ihn nicht ab, auch wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Besser weiß er´s nicht, kann sich nicht verbiegen, möchte sich nur, stets in Sicherheit wiegen. Auch wenn du grübelst, wie kann denn das sein, sei dir ganz sicher, dein Gewissen ist rein. Beginne aber keinesfalls zu schwächeln, setze es auf, dein allerbestes Lächeln, ... |
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1832 | Lästiges Getier | 22.02.24 | ||
Vorschautext: Heute in der Früh so gegen Acht, habe ich sieben Stubenfliegen, (sprach stolz der Ehegatte), umgebracht und das sogar, mit viel Vergnügen. Von dem immer lästigen Getier, das ist im Frühjahr unausbleiblich, von diesen Sieben war´n heute hier, zwei Stück männlich und fünf´e weiblich. Oh, ne, es ist doch deren Geschlecht, in solch überaus schnellen Fällen, ... |
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1831 | Falsch gefragt | 20.02.24 | ||
Vorschautext: Herr Scholz geht früh zum Metzger rein, des Metzgers Frau steht dort allein, Scholz kauft hier schon seit Jahren ein, am liebsten die Mettwurst vom Schwein. Er schaut sich um und findet nicht, die Wurst, die er gerne hätte, der Chefin blickt er ins Gesicht, fragt: „Wo ist die grobe Fette?“ Die Metzgerfrau stutzt, ist verstört, der Satz haut sie fast vom Stuhle, ... |
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1830 | Nichts ist mehr wie früher | 19.02.24 | ||
Vorschautext: Wie schön war unsre gemeinsame Zeit, keinen Tag verspürte ich Einsamkeit, doch jetzt sitzt ein stechender Schmerz sehr tief, nichts ist mehr so wie´s früher einmal lief. Warum musste das plötzlich so enden, muss denn Liebe wirklich alles schänden, das Leben spielt uns immer einen Streich, und dieser ist auch meistens folgenreich. Ob gut, ob schlecht, bei uns war´s letzteres, und ich dachte bei uns wär´s was andres, ... |
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1829 | Sechs Gänge Mittagsmenü | 19.02.24 | ||
Vorschautext: Wir sitzen im Restaurant in Berlin, man sagte uns, dieser Laden sei “In“, das Mittagsmenü habe sechs Gänge, bezüglich Kleidung, gäb´s keine Zwänge. Meine Freundin erhebt sich kurz vom Platz, sagt: „Ich habe nur Hunger wie ein Spatz.“ Der Ober schaut uns an, leicht irritiert, doch ich bleib cool und sag ganz ungeniert: „Mir geht´s anders, ich brauch was im Magen, Herr Ober, drum lassen sie sich sagen, ... |
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1828 | Fette Beute | 17.02.24 | ||
Vorschautext: Hier im Orte steht ein altes Haus, da wird nun bald eine Villa draus, die alten Mauern müssen weichen, in Kürze wohnen dort die Reichen. Diese hatten früher nicht viel Geld, wohnten einst sogar in einem Zelt, dann begann ihr starkes aufbäumen, sie handelten mit Draht und Zäunen. Man brauchte Grenzzäune überall, -rollenweise, in sehr großer Zahl, ... |
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1827 | Er ist stets friedlich | 16.02.24 | ||
Vorschautext: Er ist stets friedlich wie ein Lamm, liebt die Ruhe, mag kein Tamtam, lebt still, ist nett und seriös, nicht einer Seele ist er bös. Doch setzt er sich mal ans Steuer, ist ihm vieles nicht geheuer, Blech und Glas die ihn umgeben, verändern sein Innenleben. Dann wird er fix zum wilden Stier, nimmt sogar Menschen ins Visier, ... |
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1826 | Neue Orte im Alter von A bis Z | 15.02.24 | ||
Vorschautext: Jetzt wohn ich hier in ALTERSHAUSEN und schon muss ich nach BLUTHOCHDRUCKSDORF, muss dann nach COLESTERIN sausen, und von dort geht’s nach DARMSTADT mit Zoff, weil man nichts finden kann in ESSEN, geht es dann weiter nach FALTENHEIM, denn GALLENSTEIN kann man vergessen, in HÜFTGELENK möchte ich nicht sein, und in ISCHIAS brennt´s vermessen, aber auch JUCKREITZ gefällt mir nicht, auch KALTFÜSSEN war mir nie bekannt, doch Luft bei LUNGEN ist ein Gedicht, ... |
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1825 | Kurzes Rendezvous | 13.02.24 | ||
Vorschautext: Schön war heut mein Rendezvous im Garten, die Sonne hat zart mein Gesicht geküsst, auf den Lenz muss ich nicht länger warten, hab ihn schließlich schon Monate vermisst. Ein paar Meisen sangen munter Lieder, Zugvögel kehrten ebenfalls zurück, ins Heimatland, wo sie immer wieder, schöne Nester bau´n aus Moos und Gestrüpp. Doch dann kam die Kälte angekrochen. die Sonne sank und flüsterte mir zu: ... |
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1824 | Im Aufzug | 12.02.24 | ||
Vorschautext: Im Aufzug fuhr eine Tomate, die wollt´ nicht enden im Salate, mit einer sehr listigen Masche, entkam sie aus der Einkaufstasche. Nun lag sie neben vielen Beinen, geglückte Flucht, könnte man meinen, der Salatschüssel grad´ noch entwischt, doch leider nützte die Freude nischt. Denn vor der glücklichen Tomate, stand die gewichtige Beate, ... |
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1823 | Ich sah Dich lächelnd an | 11.02.24 | ||
Vorschautext: Gestern sah ich Dich lächelnd an, ging schnellen Schrittes auf Dich zu, Du warst so anziehend und dann, verlor ich völlig meine Ruh. Ich wagte den Schritt, den Versuch, Sekunden später hielt ich Dich, und Dein aufregender Geruch, betörte und verführte mich. Mit einem sehr, sehr sanften Kuss, und einem super zarten Biss, ... |
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1822 | Goldene Hochzeit | 09.02.24 | ||
Vorschautext: Zur goldnen Hochzeit will sie ihn, mal so richtig überraschen, im Bett legt sie sich nackend hin, will ihn heute Nacht vernaschen. Zurück denkt sie die fünfzig Jahr, sie war´n wild und kaum zu halten, jetzt sind sie alt, grau ist das Haar, den Körper zier´n viele Falten. Er kommt herein, nun geht’s gleich los, alles noch mal voll genießen, ... |
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1821 | Wir waren unzertrennlich | 06.02.24 | ||
Vorschautext: Wir waren unzertrennlich Wir zwei waren früher unzertrennlich, du cool, weiblich und ich lässig männlich, abends tanzten wir ums Lagerfeuer, deine Nähe war mir lieb und teuer. Wir liebten Rock´n Roll und Sirtaki, fuhr´n die Sixty Six auf Kawasaki, wilde Jahre haben uns verschlissen, nicht eines möchte ich davon missen. ... |
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1820 | Heut´ in der Bahn | 05.02.24 | ||
Vorschautext: Du steigst in die Bahn, siehst mich lang an, das hast du bisher niemals getan, hast mich nie beachtet, gingst vorbei, als wenn ich nichts als Luft für dich sei. Doch heut´ geschieht’s, ich spür deine Lust, mein Herz hämmert, sprengt mir fast die Brust, was soll ich machen, denk ich voll List, weil´s für mich heut´ das erste Mal ist. Nun stehst du hier, mein Puls galoppiert, ich such´ umsonst, dein Lächeln gefriert: ... |
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1819 | Schreck in der Abendstunde | 03.02.24 | ||
Vorschautext: Meinen Arm lässig auf der Lehne, kutschiere ich heut´ mit Helene, wir sind lustig und fahren mit Schwung, im Sportcoupe fühle ich mich jung. Wir dreh´n so manche schnelle Runde, und haben Spaß zu später Stunde, doch als ich kurz mal nach hinten schau, sehe ich ein Licht und das blinkt blau. Sie sind zu Zweit und Beide lachen, oh je, die woll´n mich fertig machen, ... |
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1818 | Glück ist nicht von Dauer | 02.02.24 | ||
Vorschautext: Glück ist meist nur von kurzer Dauer, es ist ein Phänomen, das nicht weilt, man verspürt nur kurz sein Schauer, Sekunden später ist es enteilt. Kein Mensch bekam es je zu fassen, das Glück kommt und geht nach eig´ner Wahl, doch es wird uns nie ganz verlassen, hin und wieder schickt es einen Strahl. Seinen Wert lässt es uns ermessen, den es oft in unser Leben trägt, ... |
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1817 | Etwas mitteilen reicht nicht | 01.02.24 | ||
Vorschautext: Gern schwelge ich in schönen Sätzen, die aus feinsten Worten, klug gewählt, und ausgeschmückt mit jenen Schätzen, die man gern zu den Metaphern zählt. Gestümperter Text, ab zur Tonne, er ist nicht einen Pfifferling wert, wird auch keinem Leser zur Wonne, weil dieser Sprachkünste schätzt und ehrt. Es reicht nicht, etwas mitzuteilen, jeder Text braucht Farbe, Bild und Klang, ... |
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1816 | Wen wollen die Frauen | 30.01.24 | ||
Vorschautext: Wenn ein Mann nur existiert und ist, dann ist er für viele gar nichts wert, aber wenn er ständig trinkt und isst, wird er dick und lebt äußerst beschwert. Ein Mann, der tagtäglich nur fernsieht, den nennt man schon bald „stinkfaules Ei“, jedoch ein Mann, der wegrennt und flieht, ist der ganzen Welt bald einerlei. Aber ein Mann der prickelnd flirtet, ist ein charmanter Casanova, ... |
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1815 | Menschen in Zeitnot | 29.01.24 | ||
Vorschautext: „Wunderbar dich mal zu sehen, hab nur im Moment keine Zeit, wie geht’s, wie ist dir geschehen, die Kundschaft wartet, tut mir Leid!“ „Prima, du bist zu beneiden, bei mir läuft es mau im Geschäft, hab bereits ein Magenleiden, bin wegen Schulden nur gestresst!“ „Oh Mann, was soll ich denn sagen, auch ich bin nicht mehr richtig fit, ... |
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