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Anzahl Kommentare: 694
Gedichte gelesen: 403.110 mal
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Titel
439 Lieben 02.02.22
Vorschautext:
Wenn Liebe das Berauschte ist, das so Besondere, von dem ich täglich lese, dann - liebe ich noch lange nicht.

Für mich heißt lieben, „da“ zu sein, auch wenn ich heute nichts empfinde, doch - täglich wissen, was mir am Herzen liegt.

Vielleicht spür ich die Liebe morgen, vielleicht nur kurz - auch dann, wenn ich mich um dich sorge, sich Liebe darin wiegt.

Für mich heißt lieben auch, nicht nur den „einen“, sondern sogar mich und die, für deren Wohl ich mich immer noch verbieg.

Was ich empfinde, ist dann was Besondres – ich weiß 'danach' genau: Was ich getan, tu ich für den nur, den ich lieb.
438 Trivialität 02.02.22
Vorschautext:
Aus der inneren Leere Flucht
in den Moment,
sucht Sucht nach Seichtem
das Leben uns zu erleichtern.

Das Wunder der Natur
wird zugemüllt - Existenz
mit vergoldetem Seichten
bleibt für Ewigkeiten.
437 Geträumte Arme 31.01.22
Vorschautext:
Sei still. Du merkst sonst nicht, wenn sich die Türe schließt, die eben noch weit offen.
Sag nichts. Der Traum, der neu uns zwei gebiert, lässt uns nur Ausgeträumtes sonst noch hoffen.

Sei still. Zerrede nicht, was sich gerade aufgetan. Auch wenn ich weiß: Nichts läuft nach Plan.
Es könnte alles sein. Doch wird’s nur das, was wir draus machen. Genug, was wir vertan!

Wollen wir das noch weiter tun? Die Zeit, sie schwindet. Lass uns das Neue in uns finden!
Du weißt es doch: Mit unsrer Kraft, mit unsrem Mut, auch unsre Träume stetig schwinden.

Komm her zu mir. Ich schließ das Alte und das Neue mit den geträumten Armen.
Wir sind schon lange beide nicht mehr die, die wir vor langer, langer Zeit mal waren.

...
436 Traum auf Rädern 31.01.22
Vorschautext:
Die Straße rollt sich auf unter den Rädern. Und auch die Weite in der Ferne.
Schon atme ich die Morgenluft, wenn ich die Augen schließe. Ich spüre Wärme.

Ich kann die Stille hören, die aus den Wäldern steigt. Wie meine stille Sehnsucht.
Hier kann sie steigen, fallen, in mir bleiben. Auch die Liebe, wenn sie mich versucht.

Auf einsamen Wanderwegen können wir schweigen. Kein Wort wird Stille schneiden,
die ausgeweitet, sich in unsren Augen spiegelt. Und ich mich still in deinen.

Wir werden lachen über unsre Jahre, die sich zeigen, wenn sich ermattet,
abends unsre Hände zart berühren, wie dürre Äste, die vom Herbst entblattet.

...
435 Von Wand zu Wand 30.01.22
Vorschautext:
Ich würd gern lassen dieses Leben.
Es ist so klein. Nur Handgepäck.
Könnt ich’s aus meinen Händen legen,
wär ich mal da und dort und weg.

So bleibt mein Leben klein. Von Wand zu Wand.
Und Schritte hin und her. Zurück.
Schlafwandeln. Wie nach Schlummertrank –
Vom Leben fehlt immer ein Stück.

Zwischen den Wänden sind noch Fenster.
Gedanken ziehen mit dem Blick.
...
434 Worte binden 29.01.22
Vorschautext:
Aus innerer
Versenkung Worte,
die sich nur für mich erfinden.

Sie werfen mir
den Rettungsanker aus –
ich muss nicht mehr ertrinken

in dem, was
schweigt in mir so laut,
bis Worte mich ans Leben binden.
433 Winterabschied 29.01.22
Vorschautext:
Letzter Atemzug -
der Winter riecht nach Abschied,
die Luft nach Wärme.

Sie fehlt wie Geborgenheit,
nach der wir zurzeit suchen.


*Tanka
432 Menschen ohne Gesichter 29.01.22
Vorschautext:
stadt
ohne gesichter
unkenntlich aufgelöst
in der masse von körpern
gereiht namenlose gespenster
beklemmend der gesichtsverlust
an den das auge sich gewöhnt

was macht das mit uns
menschen ohne
gesichter?

...
431 Informationshygiene 28.01.22
Vorschautext:
Glaube dem,
dem du vertraust.

Gibt es nichts,
was du noch glaubst,
und du niemandem
mehr traust,
keinen andren Rat
du brauchst,

dir deine Meinung
nun erlaubst.
430 Verfälscht 28.01.22
Vorschautext:
Füllst du meine Worte
mit deinen eigenen Gedanken,
verfälscht du sie.
429 Denken trägt 28.01.22
Vorschautext:
Das Denken trägt mich
durch das verwirrte Leben,
das Fühlen leitet.
428 Hirnnebel 28.01.22
Vorschautext:
Hirnnebel hat sich eingenistet -
global viral das kleine ‚o‘
im blauen Licht der Flimmerkiste.
Doch sonst reist es inkognito.

Schalten wir aus die Sabotage!
Wir selber haben in der Hand
die tägliche Viralselbstplage –
das Lauffeuer im ganzen Land.

Geht raus auf dichtneblige Felder,
wo nichts mehr klar erkennbar ist -
...
427 Frühlingshoffen 27.01.22
Vorschautext:
Auf der Sonnenseite leichtes Wehen,
lau der Wind,
der in schattige Winkel
eisige Kälte bringt.

Noch hält Winterzerren uns
und die Natur im Zaum.
Und doch träumen bunte Primeln
ihren Frühlingstraum.

So viel Kraft gibt uns die Sonne
in schwerdunkler Zeit!
...
426 Eine Stimme für die Alten 27.01.22
Vorschautext:
Warten. Warten auf was?
Dass unser Frühling ungesehen welkt
bis Sonnenglut die bunte Pracht versengt,
Herbst faulig Laub in müde Erde senkt?
Dass unser Leben still, von selbst ins Grabe fällt,
wenn alles Leben den Atem für uns hält?

Es klopft schon lange keiner an die Fenster!
Wir leben längst schon täglich mit Gespenster.
Nur Regen tropft beharrlich noch in unsre Zeit.
Gestern heute morgen ist heute schon und bleibt.
Verwirrt noch mehr, Gedankenleere macht sich breit
...
425 Schützt nur die, die Schutz noch brauchen! 27.01.22
Vorschautext:
Impft die Alten, impft die Kranken,
jeden, der ums Leben bangt.
Jedoch nicht all‘ die Gesunden
und die Kinder, die nicht krank.

Schützt nur die, die Schutz noch brauchen -
lasst sie nicht so lang allein.
Lasst den Jungen doch ihr Leben –
ihr erstickt Verantwortung im Keim.

Schützt auch die in armen Ländern –
Alte, Kranke gibt’s genug.
...
424 Nur geimpft gibt's "freies" Leben? 27.01.22
Vorschautext:
Leute, lasst euch alle impfen -
So viel Impfstoff ist noch da!
Sonst liegt er in Lagerhallen
Nutzlos, einfach so nur brach.

Leute, diese Impfung kostet nichts!
Bier und Wurst gibt’s "frei" dazu.
Später erst kommt dann die Zeche –
Keiner hat vor Steuern Ruh‘.

Leute, wollt ihr weiterleben,
Auch im Herbst und lang danach?
...
423 Impfpflicht-Pandemie 27.01.22
Vorschautext:
Die Impfpflicht zieht –
hat einer erst mal sie verhängt -
als nächste Virus-Pandemie
um die ganze Welt.
422 Silberschimmer 26.01.22
Vorschautext:
Ein Silberschimmer
Raureif im goldenen Licht
Leben in Farben
421 Lebensbrüche in Corona-Zeiten 26.01.22
Vorschautext:
Die Eisschicht trägt uns.
Wir lernen schlittern und fallen,
bis zum Einbruch,

und dann treiben wir
auf Eisschollen und erfrieren
mit Land in Sicht.
420 sattverletzt 26.01.22
Vorschautext:
die täglichen muster
unserer wände
sind sattverletzt
innere grenzen haben wir
neu gesetzt
und nahes und tiefes
mit abstand
ersetzt
bis uns
das muster
leerer wände
noch mehr verletzt
...
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