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Gedichte über das Schicksal - Seite 183


Bin ich Mädchen oder Junge? - Teil VII - Ende

Dann gab es was Neues, das hat seinem Leben
doch noch einmal ganz neue Hoffnung gegeben:
Es ward 13 Stunden lang neu operiert,
und dies mal ein brauchbares Teil implantiert,

was nachher auch richtig beim Sex funktionierte,
er war 22, als dieses passierte.
Der nehme in Acht sich, der jetzt es noch wagt ,
und was gegen Technik und Wissenschaft sagt!

Das Andere freilich blieb endgültig klar,
seit er damals nicht ganz 2 Jahre alt war,
als man ihm - Dank Money - die Hoden genommen -,
die konnte er wirklich nicht wieder bekommen.

So kommen oft sehr viele Menschen in Not,
weil einer sich aufführt, als wäre er Gott.
Gar mancher brilliert nur mit glänzendem Schein,
und redliche Menschen, die fallen drauf rein.

Das macht David immer noch traurig und still:
Was sag ich der Frau, die ein Kind von mir will?
Er tat etwas, wie mancher and're in Not,
er fasste Vertrauen, er betet zu Gott.

Sein Bruder, der Brion, ja der war fein raus,
der hat eine Frau und zwei Kinder zu Haus.
Die Frau hat durch Zufall von Jane was gehört,
und merkte sehr bald, die ist gar nicht verkehrt,

war aufrichtig, freundlich, konnt ganz herzlich lachen,
und war nicht so leicht durch was fertigzumachen.
Sie hatte mit ihren noch recht jungen Jahren
schon manches erlebt und viel Kummer erfahren.

Bei Mutter und Stiefvater hatte sie's schwer,
sie sehnt sich nach Wärme, bald wurde es mehr.
Ihr Jugendfreund: Vater???- hat der sich gedacht,
und hat sich dann schnell aus dem Staube gemacht.

So dass sie allein ihre Tochter gebar,
zu der sie sehr lieb und sehr fürsorglich war.
Sie raucht nicht, sie trinkt nicht, sie geht nicht gern aus.
Doch immer allein mit dem Kindchen zu Haus?

Sie fand einen Wachmann, der wurde ihr Freund,
und hat es mit ihr auch ganz ehrlich gemeint.
Sie hatten natürlich zusammen auch Sex,
und schließlich war wieder ein Kind unterwegs.

Er kümmert sich um sie, so gut er halt kann,
und dann blieb er weg, er war auch nur ein Mann. -
Ein Reimund, der wohnte im Block gegenüber,
er bot ihr, zu helfen, er war ein ganz Lieber -

Nach Jahren erkannte sie ihn dann genau:
Er hatte ganz rechtmäßig schon eine Frau!
Und Jane war jetzt schwanger, gebar einen Sohn.
Sie trug eben immer die Früchte davon!

Die Mutter von Jane, die sprach nun jedenfalls:
"Wer nimmt sie jetzt noch mit 3 Kindern am Hals?"
Das alles erfuhr Brians Frau nun von ihr,
sie plauderte auch manches aus beim Glas Bier,

erzählte von David - und hat nicht gelogen -,
dass man ihn hat lange als Mädchen erzogen,
und auch von dem Unfall und all seiner Bürde,
und dass er vielleicht sie ganz nett finden würde,

und dass er vielleicht sich ganz gern an sie bindet,
und dass sich auch was auf dem Konto befindet.
Die Jane sprach: "Sollt ich mich noch einmal vereinen -,
entscheidend ist gar nicht das zwischen den Beinen,

ob Geld oder nicht, kann nichts steigern, nichts mindern,
es zählt, ob er gut ist zu mir und den Kindern!"
Sie trafen zu viert sich, wie zwischen Verwandten,
wobei sich die Zwei gleich auf Anhieb verstanden.

Sie trafen zu zweit sich, wobei es sich gibt:
Sie haben sich echt ineinander verliebt.
Den David, den wollte nur eines noch quälen,
er muss ihr doch von der Verletzung erzählen.

Er fasst sich ein Herz und beginnt dann davon,
da sagt sie ihm: "David, ich weiß es ja schon!"
Es sei ihr nicht wichtig, hat sie ihm gesagt.
Das hätte er fast nicht zu hoffen gewagt.

Nach diesem Gespräch wurde endgültig klar,
dass sie für ihn völlig die Richtige war.
Nach circa 2 Jahr'n stand das glückliche Paar
mit Töchtern als Brautjungfern vor dem Altar.

Viel Freunde, Verwandte, die hörten sich dann
das Treuegelöbnis des Brautpaares an.

Ende
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Zukunft

Monotonie meiner Gedanken,
ich frage mich, was ich mich fragen könnte…
Atome umkreisen mein Hirn wie Nebel
die Gedanken, mein Bauch rumort,
Atmen fällt schwer, mein Kopf bleiern,
denke ich an die nächste Zeit,
was kommt wohl als nächstes?
Noch eine Vergewaltigung aus Kindertagen,
noch eine Mondlandung,
noch ein Flugzeugabsturz?
Die Tage sind voll von dröhnenden Lichtern,
Kinderkreischen und Lebkuchenduft
strömt mir ins Gehirn,
Weihnachten ist angesagt,
„ohne mich!“, denke ich nur,
was bringen die kommenden Tage?
außer einer Armee von Nikoläusen?
Trübe Gedanken oder fröhliche?
Ich weiß, dass ich es abwarten muss.
Meine Gehirnhälften streiten sich in letzter Zeit
immer öfter – irgendetwas wächst in mir,
nicht nur eine unsichtbare Spannung,
die sich noch nicht löst.
Angst habe ich nicht,
immerhin etwas, denke ich.
Lausche der Musik, die langsam dahinplätschert,
dann, plötzlich, denke ich an meine Vergangenheit…
Meister der Krisen könnte ich mich nennen,
ich muss lachen, irgendwie komisch,
aber diesen Titel trage ich wohl zu Recht,
und das macht mir Mut,
Meister der Krisen, Krisen des Meisters,
was mich nicht klein kriegt, lässt mich größer werden,
wachsen, wie eine Blume, die dem Regen trotzt,
und wieder: Gedankenleere
leere Gedanken und Kopfschmerzen,
die sich in den Vordergrund drängen,
mein Hirn pulsiert,
auch ein Zeichen von leben – und leben lassen,
ich spüre meinen Kopf, spüre mich, spüre Leben in mir,
und das Leben spürt mich in sich,
Lebensgeister, die mich langsam wecken,
von denen ich mich – noch immer müde –
an die Hand nehmen lasse,
entführen lasse in eine unbekannte Zukunft,
meine Zukunft, voller Lichter, voller Liebe,
voller Leben und Lebendigkeit,

und auf einmal weiß ich wieder,
dass ich eine Zukunft habe,
groß und bunt und voller Leben,
voller Freude, voller Lebensfreude.
Ich werde meine Vergangenheit mitnehmen
in die Zukunft, aber ich entscheide,
wann ich sie mir anschaue und wann nicht,
das nenne ich Freiheit, meine Freiheit,
die ich mir erkämpft habe,
und darauf kann ich wirklich stolz sein –
wie eine Blume, die dem Regen trotzt…


ls021201
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Mein Bauch gehört mir!

Mein Bauch gehört mir...
Wem sonst?, könntest Du fragen
meinen Eltern, könnte ich sagen,
sie haben mich schließlich gezeugt
oder meinen Freunden, könnte ich sagen,
weil sie immer Witze drüber machen,
oder meiner Freundin, könnte ich sagen,
denn sie beschwert sich immer über ihn
Mein Bauch gehört mir...
Und wenn Du mich fragst, wem sonst?,
dann sage ich Dir, dass das lange Zeit
nicht so war...
Willst Du nicht mal ein bisschen abnehmen?,
fragte mich meine Mutter oft
Du solltest mal etwas abnehmen,
mahnte meine Freundin mich immer wieder
Sie sollten unbedingt abnehmen,
rieten die Ärzte, das ist gesünder
Eigentlich sollte ich schon mal versuchen,
wieder ein bisschen abzunehmen,
hörte ich mich selber sagen
Und ich sage Euch: Mein Bauch gehört mir!
Er gehört mir und er gehört zu mir!
So, wie er ist. Und so, wie er ist, ist er gut!
Mein Bauch ist das Zentrum meiner Gefühle,
mein Sonnengeflecht der Sitz meiner Wärme,
mein Bauchnabel der Ursprung meiner Seele,
das Tor zur Außenwelt,
die mich einst mit Nahrung und Energie versorgte.
Wer wäre ich ohne meinen Bauch?,
meinen wunderschönen, warmen, weichen,
wohligen, dicken, runden Bauch?
Ich weiß es nicht und möchte es
auch gar nicht wissen
Auch wenn ich die 100 Meter nicht
in 15 Sekunden laufen kann,
auch wenn meine Kleidergröße mittlerweile
fast 5 XL beträgt,
auch wenn Du beide Arme brauchst,
um mich zu umbauchen,
so möchte ich meinen Bauch nicht mehr missen.
Es hat lange gedauert, bis er mir ein Freund wurde.
Zu viele haben gegen ihn angekämpft,
und ich selbst schließlich auch.
Doch jetzt ist Schluss damit,
mein Bauch gehört mir!
Ohne meinen Bauch hätte ich auch
meinen Busen nicht, meine schönen
kleinen, mädchenhaften Brüste.
Die sind auch sehr weich, empfindsam und schön!
Nicht nur sie machen mich zu einem
sehr weiblichen Mann.
Meine ganze Art, mein ganzes Wesen
ist sehr weiblich, sehr rund,
und darauf bin ich ungemein stolz!
Und deswegen sage ich,
der ich im 8. Monat schwanger bin,
Euch allen, wie schon viele Frauen vor mir
es getan haben:
Finger weg von meinem Bauch, denn:
Mein Bauch gehört mir!


ls050604
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