Profil von Roman Tieck

Typ: Autor
Registriert seit dem: 09.02.2023

Statistiken


Anzahl Gedichte: 62
Anzahl Kommentare: 6
Gedichte gelesen: 4.929 mal
Sortieren nach:
Titel
62 Der Kuss
Vorschautext:
Ahnst du denn, wie sehr du mich beglückst
wenn du deinen Mund auf meinen drückst
und Labsal ich von deinen Lippen trinke,
so dass voll Inbrunst ich in dir versinke?

Dann bade ich in purer Seligkeit.
Losgelöst von Schwere, Raum und Zeit
bin ich wie betäubt, der Welt entrückt
und schließe meine Augen, um verzückt

mich ganz der prickelnden Wonne hinzugeben,
die mit tiefem, wohligem Erbeben
...
61 Augentrost
Vorschautext:
Deiner Augen Glanz und Schimmer
berühren mich zutiefst, wann immer
in ihrer Nacht ich mich verlier.
Dann träume ich, und mir ist schier,

als könnt dein Blick in meinem Wesen
auch das Verborgenste noch lesen,
vertreiben alle Dunkelheit.
Meine Seele wird ganz weit

und öffnet sich wie eine Blüte,
erstrahlt in Herzlichkeit und Güte,
...
60 Strahlender Morgen
Vorschautext:
Der Morgentau
hat schimmernd die Wiesen befeuchtet.
Wohin ich schau,
seh’ ich, wie’s glitzert und leuchtet.

Vertrieben sind
die bleichen Nebel der Nacht.
Freudig gesinnt
bin vom Schlaf ich erwacht.

In hellem Blau
der glasklare Himmel lacht
...
59 Abendlied
Vorschautext:
Wenn der Tag zur Neige geht,
am Horizont die Sonne steht
und ihre allerletzten Strahlen
flammend rot den Himmel malen,

breit’ ich meine Flügel aus,
schwing’ mich hoch und weit hinaus
in den klaren Abendhimmel,
fern von des Tags Lärm und Gewimmel,

und atme tief die reine Luft,
koste ihren frischen Duft,
...
58 Glück
Vorschautext:
Ein Lüftchen streichelt meine Haut,
und über grünen Wiesen blaut
der Himmel, der - unendlich weit -
erinnert an die Ewigkeit

Ich weiß nicht, was ich denken soll,
mein zages Herz ist übervoll
von Dankbarkeit und Lebensfreude
und ängstlich, dass es nichts vergeude

vom Glück, das jeder auf der Welt,
wenn er nur will, in Händen hält.
...
57 Morgengruß
Vorschautext:
Die Fieberträume sind verblichen,
die Spukgestalten scheu gewichen
vorm Glanz der frühen Morgensonne,
die im Triumph zu Freud’ und Wonne

sich erhebt und ihre Strahlen
in den noch blassen, dämmrig fahlen
taubekränzten Himmel schießt
und über Feld und Wald ergießt.

Schlaftrunken öffne ich die Lider,
recke meine trägen Glieder
...
56 Labyrinth
Vorschautext:
Auf der Wanderschaft
durch des Lebens Labyrinth
fehlt mir oft die Kraft,
und ich irre taub und blind

ohne Ziel umher.
Für eine Richtung mich zu entscheiden
fällt mir furchtbar schwer.
Ich suche krampfhaft zu vermeiden,

auf einen von den Wegen,
die sich verwirrend vor mir verzweigen
...
55 Stern der Nacht
Vorschautext:
Stern der Nacht, mit silbrigen Schein
strahlst du so hell und licht und rein!
Du sollst für immer mein Tröster sein?

Ich bin bloß ein armer Wicht,
nicht einmal ein kleines Licht
In mir spüre ich kein Funkeln.
Dort liegt alles nur im Dunkeln.
Allenfalls ein trübes Schimmern
glimmt ganz tief in meinem Innern.

An dir würd’ ich mich gern entzünden,
...
54 Halkyonischer Vormittag
Vorschautext:
Die Hennen gackern, der Hahn lauthals kräht.
Eine weiße Wolke steht
einsam hoch am blauen Himmel
und von ferne tönt Gebimmel.

Eine Taube friedlich gurrt.
In meinem Arm die Katze schnurrt.
Über mir die Bäume ragen -
und in mir regt sich ein Behagen

wie ein weiter, stiller See,
spiegelglatt und unbewegt,
...
53 Stolpersteine
Vorschautext:
In des Lebens Weite,
die ich kühn durchschreite,
liegt so mancher Stolperstein.
Der will geschickt umgangen sein.

Doch manchmal ist er riesengroß.
so dass ich unsanft an ihn stoß.
Ihn zu überwinden,
muss ich den Mut erst finden.

Indes, ihn aufzubringen,
will mir nicht gelingen.
...
52 Schneetreiben
Vorschautext:
Sacht segeln Flocken vom Himmelszelt
– weiß und weißer wird die Welt –
Erwärmen Herz mir und Gemüt,
wo lang kein Funke mehr geglüht.

Lautlos liegt die Landschaft da,
einsam knirschen meine Schritte
in des weißen Taumels Mitte,
und das Glück, es ist ganz nah!

Stärker wirbeln nun die Flocken,
wollen mich zum Tanz verlocken.
...
51 An deiner Seite
Vorschautext:
Du liegst an meiner Seite,
wenn ich hinübergleite
in des Schlafes Arme
und mich deine warme

Haut wohlig berührt
und sachte mich entführt
wie ein Hauch so weich
in der Träume Reich.

Du gehst an meiner Seite,
wenn zaghaft ich durchschreite
...
50 Kränkung
Vorschautext:
Kränkungen zu ertragen
gehört zum Schwersten im Leben.
Dem eigenen Stolz zu entsagen,
gezwungen sein, zuzugeben,

dass das redliche Trachten,
danach, dass die andern dich achten,
umsonst war und kläglich versagt
hat, ist äußerst bitter. Es nagt

an dir. Als Stachel steckt
im Fleisch es. Aufgedeckt
...
49 Was ist Liebe?
Vorschautext:
Ist die Liebe der Zaubergarten,
in dem ich träumerisch lustwandle
und dabei mit so mancher aparten
neckischen kleinen Nymphe anbandle?

Oder ist sie das Labyrinth,
in dem ich mich oft verliere,
forschend, wo die Freuden sind,
nach denen ich immerzu giere?

Oder ist sie der heimische Herd,
an dem ich mich gerne wärme,
...
48 Hauchzart
Vorschautext:
Liebste mit den lockenden Lippen,
ich küsse dich morgens,
ich küsse dich mittags,
ich küsse dich nachts.

Dein hauchzarter Mund,
speichelbefeuchtet,
zungenbeleckt,
sinnebetörend,

Sinnbild der Sanftheit,
Wunder der Weichheit,
...
47 Ohne Grund
Vorschautext:
Wenn sanft mich deine Blicke streifen,
kann ich noch immer nicht begreifen,
dass du deine Gunst mir schenkst,
mit deiner Liebe mich bedenkst.

Ich fühle deiner mich nicht würdig,
auf keine Art dir ebenbürtig.
Bin körperlich nicht attraktiv,
der Rücken krumm, die Nase schief,

zudem schwerfällig im Denken,
mich geistig kunstvoll zu verrenken
...
46 Begegnung
Vorschautext:
Ich weiß noch, dass es regnete,
als ich dir begegnete.
Dein Haar war strähnig nass
und dein Näschen blass.

Ich sah dich anfangs nur verschwommen,
weil ich die Brille abgenommen,
die beschlagen war.
Und doch empfand ich klar,

dass ein Blitz in mich gefahren
und du mit deinen nassen Haaren
...
45 Erwachen
Vorschautext:
Während draußen der Morgen graut
und es auf den Wiesen taut,
horche ich, der ich neben dir liege,
versonnen auf deine Atemzüge,

betrachte mit Andacht dein Gesicht,
das weich sich abhebt im blassen Licht.
Es wirkt ergreifend zart und entspannt.
Ich zeichne es nach mit meiner Hand.

Da blinzelst du und öffnest die Lider.
In deinem Blick spiegelt Freude sich wider.
...
44 Nah
Vorschautext:
Ich bin dir nah, auch wenn ich fern von dir bin.
Überall zieht es mich innerlich zu dir hin.
Meine Gedanken lassen dich niemals los,
schlagen Brücken zu dir, treiben wie ein Floß

im Strudel, den du tief in mir drin erregt,
um den Tag und Nacht sich kreisend mein Fühlen bewegt.
Mir ist es stets, als ob du neben mir stündest
meine Worte auch aus der Ferne verstündest,

wenn ich im Geiste sie auf den Weg zu dir schicke,
während ich auf dein inneres Abbild blicke,
...
43 Dein Lächeln
Vorschautext:
Dein Lächeln trifft mich wie ein Sonnenstrahl
im tristen täglichen Gewühle
und macht, dass ich mit einem Mal
nur noch Freude in mir fühle.

Dein Lächeln ist unendlich zart und weich,
berührt mich wie ein linder Hauch,
macht alles Trübe hell auf einen Streich,
und alles Schwere wird zu Schall und Rauch.

Dein Lächeln ähnelt einem tiefen See,
auf dem sich still und sanft die Wellen kräuseln.
...
Anzeige