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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 768


Lebens-müde

Ich wollt` grad` ne Runde sterben.
Weißt auch du, wie das so ist?
Wenn du glaubst, du kannst nicht weiter,
stehst grad voll so drin - im Mist?

Ich wollt` grad` ne Runde sterben.
Die Schmerzen sind jetzt, hier zu viel,
die Kraft, sie ist gefühlt am Ende,
ich will einfach nur zurück - ans Ziel.

Ich wollt` grad` ne Runde sterben.
Hast du dies auch schon mal gedacht?
Wie viele wird`s wohl auch so geben?
Wie viele haben`s schon gemacht?

Ich wollt` grad` ne Runde sterben.
Wie oft hab` ich`s schon gehört?
Ich hab`s sooo oft nicht verstanden,
mich an solchem Reden, unendlich gestört.

Ich wollt` grad` ne Runde sterben,
manchmal hilft es - es zu tun…
für` n paar gefühlte Sekunden,
einfach komplett aus-zu-ruhen.

Nicht mehr wollen, nicht mehr kämpfen,
nicht mehr machen, nicht mehr tun,
nicht mehr träumen, nicht mehr wünschen,
einfach – alles ab-zu-geben…
der Himmel – er wird schon nicht ruhen.

Vielleicht laufen ein paar Tränen,
vielleicht kommt so ganz viel Schmerz,
vielleicht fühlst du dich verlassen,
tut dir furchtbar weh dein Herz.

Jetzt darf alles einfach da sein,
ist halt so – wie es grad ist…
fühle, leide, hoffe, bange,
schwach sein – schwer- für`n Optimist.

Irgendwann wirst du es spüren,
irgendwann wird es ganz still,
mitten drin, in deiner Mitte,
spricht etwas – so, was es will…

Es erzählt dir von Vertrauen,
von der Hoffnung und von Kraft.
Irgendetwas wird dich tragen,
irgendeiner „macht“.

Ich wollt` grad` ne Runde sterben,
für `nen Moment hab ich`s getan.
Weiter werd` ich´s nun vertagen,
es ist einfach noch nicht dran.

© Anita Namer /2016

Ja, es ist autobiografisch.
Ja, ich fühle mich manchmal elend.
Ja, vor allem, wenn mir alles weh tut,
wenn alles mal zu viel ist,
wenn das Leben anstrengend und herausfordernd ist.
Wem geht es nicht auch mal so?

Was denken wir, wenn wir so etwas hören, lesen?
Laufen wir davon, hören wir zu, fühlen mit?
Macht es uns Angst?
Was löst es an Gefühlen aus?

Wie schnell denken wir:
„Sowas darf man gar nicht denken?“,
„Es muss ein schwacher Mensch sein, der so denkt?“

Ich glaube, wenn wir ehrlich sind – auch zu uns selbst,
denkt, fühlt, empfindet jeder hin und wieder so.
Vor allem bei chronisch kranken Menschen, Senioren, Schmerz-Patienten,
ist dies allzu verständlich. Können wir es bei jedem Menschen verstehen?
Ist es schwach so zu denken – oder stark? Oder einfach normal?
Gehört es zum Leben – wie alle Gefühle?
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Im Mensch-Sein ein Du

Du durchbrichst meine Mauern,
lässt Wände schmelzen wie Eis,
meine Barrieren werden zu Wachs,
ohne Hindernis kommst du zu mir herein.

Du berührst mein Innerstes
deine Worte bringen Saiten in mir zum Schwingen,
von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gab.

Mit deiner Magie, zauberst du Lächeln
dorthin, wo Wunden waren.
Vertrauen – webt Netze über Gräben,
Sekunden lassen Ewigkeit erahnen.
Licht durchströmt mit jedem Atemzug mein Sein.

© A. Namer / 2017
Gefühle….
Wann beginnen wir zu fühlen?
Wenn uns etwas berührt.
Ein Mensch, ein Bild, ein Klang……
Erinnerungen….werden berührt.
Oft wissen wir gar nicht, warum wir derart berührt werden.
Irgendwas in uns – beginnt zu schwingen.
Ein Mensch begegnet uns.
Ohne dass ein Wort gewechselt wird – wissen wir in der ersten Sekunde – ob wir ihn mögen oder nicht.
In Bruchteilen von Sekunden – nehmen wir unser Gegenüber wahr.
Sein Aussehen, der Duft, die Ausstrahlung und später vielleicht auch die Stimme.
Wir werden be-rüht, an-ge-rührt und beginnen zu fühlen.
Dann kann passieren – dass wir so empfinden, als würden wir diesen Menschen schon eine Ewigkeit kennen. Eine Minute gesehen…und Vertrauen, Verständnis und ein „Wohlfühlen“ sind da, ohne dass groß etwas geschehen ist. Es ist einfach da.
Umgekehrt ist es natürlich auch so. Manchmal geht nur ein Mensch vorbei….und man ist froh….dass er schon vorbei ist.
Er hat nichts getan, nichts gesagt…und doch spüren wir etwas, das wir nicht erklären können.
Wieder kommt einer – und er berührt uns so, verwirrt uns so, dass wir gar nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht.
Wir reden Quatsch, wir machen Quatsch – wir machen uns in unseren Augen lächerlich und fragen uns dann, was passiert da ???
Kann sein, wir haben uns verliebt - kann sein, jemand macht uns unsicher - kann sein,jemand berührt eine alte Wunde in uns - kann sein, jemand spaziert einfach durch unsere Mauern und sieht direkt in unser Herz….
Wie auch immer….Leben ist lebendig …und jede Begegnung ist einzigartig.
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Der Lebens-Garten

Ja, du bist immer wieder in diesen Garten eingeladen, ins Leben, in mein Herz, in meine Träume, in meine Liebe....

Du bist eingeladen.....
ob du diesen Garten voll und ganz betrittst, wie weit du hinein gehst,
liegt einzig an dir.

Der Garten ist da.
Die Blumen, die Bäume, das Lachen, die Träume, die Seifenblasen, die Schmetterlinge, der Honig, die Kräuter, die Äpfel, die Beeren, ein See, ein Bach, saftiges Gras und noch so vieles mehr.

Er ist da, lädt ein...
Dich....

Trittst du ein?

Es wäre schade, wenn der Garten einfach so da ist....und keiner eintritt.
Die Zeit geht vorbei, die Blumen welken, die Äpfel werden reif, der Honig ist süß, der See lädt zum Baden, die Wiese zum Picknick ein.

Ja, gut…
Manchmal gibt`s da durchaus auch Gestrüpp, Dornenhecken, Morast und so…
Ja, du kannst hängen bleiben, stecken bleiben, versinken, untergehen…
Untergehen ist nicht lebensgefährlich, solange du dich daran erinnerst, dass du schwimmen und wieder auftauchen kannst.

Ja, gut…
Manchmal regnet`s hier gewaltig und auch Stürme kommen vor…
Manches geht zu Bruch, verdorrt, geht ein.
Doch eins ist gewiss: Die Sonne kommt auch wieder….
Mit ihr ein Regenbogen, das Lachen und die Freude, das Wachsen und Gedeihen.

Dein Garten, mein Garten, unser Garten?
In jedem Garten wachsen Karotten, Salat, Tomaten, Lauch, Äpfel, Birnen, Kirschen und noch so vieles mehr….oft hält das eine – dem anderen das Ungeziefer fern. Jeder pflanzt das, was er halt gerne mag.

Wir können in unseren Gärten gemeinsam gehen, unsere Wege miteinander verknüpfen, sie parallel laufen lassen, Slalom fahren, uns dabei immer wieder begegnen oder ganz aus dem Weg gehen…
Spannend, oder?

Lebens-Garten, Gedanken-Garten, Gefühls-Garten….
Was pflanzen wir? Wie weit gehen wir? Was erlauben wir uns? Gehen wir bis zum Horizont oder darüber hinaus?

Wir sind die Gärtner, Designer, Architekten. Der Himmel gibt sein`s dazu.

Lebens-Garten….
Danke, für diese Chance ...

© A. Namer
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Der Adler

Ich kenne jetzt meine Krankheit.
Mein Arzt hat sie mir heute erklärt.
Es ist eine Sache der DNS. Mit der
meine Zellen eckig werden. Das
wird mein Leben verändern. Nichts
von dem Mensch übrig lassen. Es
gibt keine Hilfe, für mich. Es liegt
an den Genen. Die wegen dem
Marura Enzym endlos wachsen.
Die mich mit Magie neu erschaffen.
Ich werde zum Adler!

Die Wandlung wird ein Psychologe
begleiten. Bis mir die Flügel
wachsen. Dann ist auch er am
Ende. Dann gibt es keine Therapie
mehr. Ich kann dann am Himmel
fliegen. Nahe den Sternen sein. Mir
die Welt ansehen. Mit MC Donalds
und Kneipen ist aber vorbei. Ich
muss dann mein Leben als Mensch
vergessen. Wenn ich als Adler
glücklich sein will!

Dabei habe ich noch Glück. Sagt
mein Arzt. Die meisten werden
zum Spatz. Mit grünen Federn.
Bei einem kranken Marura Enzym.
Dann doch lieber ein Adler. Wenn
nur noch der Vogel wartet. Ich
werde dann Deutschland
verlassen. Unter all den grünen
Spatzen. Da wird kein Adler
glücklich. Ich werde mir die Welt
ansehen. Und eine Heimat unter
Adlern finden!

Die Wohnung habe ich schön
gekündigt. Ich brauche die als
Adler nicht mehr. Die Pflanzen
habe ich der Nachbarin geschenkt.
Ich weiß noch nichts für die
Katzen. Das ist aber kein Problem.
Bei all den grünen Spatzen. Ich
werde jetzt noch meine Kleidung
entsorgen. Die Möbel zum Verkauf
anbieten. So wie das Geschirr.
Dann werde ich auf die Flügel
warten!

Jetzt habe ich Schmerzen. Und
habe keine Worte mehr. Höre Musik.
Sehe Freunde. Denke an Freiheit.
An Wahrheit. Die Kunst. Das Licht.
Den Himmel. Die Sterne. An das
Marura Enzym. Nehme den Spiegel.
Sehe die Flügel, in mir, an. Setze
mich auf den Balkon. Sehe all die
Spatzen. Das Glück im Unglück.
Und bin der Adler. Und fliege ins
Licht!

(C)Klaus Lutz



PS. Am 1.4.2022 um 6:34 Uhr
die Copyrights gesichert!
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