In Erinnerungen schwelgen,
an was schön war zurückzudenken.
Von der Gegenwart sich abzumelden,
vom Grau des Alltags abzulenken.
Die Vergangenheit zu verklären,
als ob man sich dort nur wohl gefühlt hätte
und doch lässt man sein Hirn gewähren,
schwärmt jetzt von früher als Wohlfühlstätte.
Irgendwo in einem staubigen Bücherregal
liegt ein Buch mit einigen Eselsohren,
vergilbte Seiten, der Zustand nicht ideal,
für handschriftliche Notizen auserkoren.
In einer Blechkiste liegen allerlei Kleinigkeiten,
ein Anhänger, ein Lesezeichen, Geschenke,
selbstgebasteltes Krimskrams, Süssigkeiten,
vom Zahn der Zeit verschmierte Andenken.
In der Schachtel liegt eine alte Armbanduhr,
kaputte Brillen, Bilder, Postkarten, was ich sehe.
Für andere ist es Gerümpel, für die Müllabfuhr,
alles verschwindet dann, wenn ich gehe.
Aber für mich sind sie mein "Sondermüll",
sie sind der Grund für mein leises Lächeln,
der Auslöser für dieses wärmende Gefühl,
für eine seltsame Träne, ein Seitenstechen.
Wertvolle Sammlerstücke, u.a. meine Kunst,
sie sind winzige Teile meines Lebens,
meiner alten Welt, Zeugen meiner Herkunft,
sie sind der Grund ihres "Aufhebens"...
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