Immer noch sind mir
Immer noch sind mir
Immer noch sind mir freundliche Tage
Als lustvolles Seelengebälk Lebensrecht
Und mindern des Alters unselige Klage,
Dass alles gegangen und alles schlecht.
Nur wegnickend bocken doch alte Schafe,
Wo kontemplativ nichts scheinbar mehr rund,
Gedanken sich kaum ausrollen im Halbschlafe,
Wo sie sich einreden, nichts sei mehr bunt.
Wer überhaupt nicht mehr bedeutend ist,
Der spürt schmerzliches Übergehen:
Da ist nichts mehr, wo Du Meister bist,
Außen vor bleibt Dir so manches Geschehen.
Da gilt es, sich auf sein Selbst zu beziehen,
Das Freundliche müssen wir uns schon suchen,
Arbeiten, dass Stunden nicht nur vorüberziehen,
Sondern erneut lebensnahe Inspirationen buchen.
Immer noch sind mir freundliche Tage
Als lustvolles Seelengebälk schon recht,
Denn Neugierde begleitet manche Frage,
Mit der mein Dasein wird wieder echt.
©Hans Hartmut Karg
2025
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