Bamiyan
Ein Gedicht von
Roland Pöllnitz
Das schöne Tal von Bamiyan,
durchzogen von der Seidenstraße,
erblühte lang vor Dschingis Chan
in einem zauberhaften Maße.
Der Menschenschlag am Hindukusch,
bekannt durch frühe Hochkulturen,
erbrachte Buddha einen Tusch
mit wunderschönen Felsfiguren.
Gemeißelt in den roten Stein,
bewachte über tausend Jahre
der Buddha aus dem Felsenschrein
das Tal vor böser Kriegsfanfare.
Lang hielt der Riesenbuddha stand
der Bilderfurcht der Islamisten,
dann sprengten sie ihn aus der Wand,
kulturlos wie die Anarchisten.
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