Profil von Marina Garanin

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Anzahl Gedichte: 10
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Gedichte gelesen: 6.176 mal
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Titel
10 Warten
Vorschautext:
Die neue Tierart

Unter unzählbaren Tieren
Aller Farben, buntgescheckt,
Hab ich – ohne phantasieren! –
Eine neue Art entdeckt.

Zu den haufenweise Arten
Klein und groß, zu Land, zu Meer,
Kommt die neuste namens „Warten“
Und ich hasse sie so sehr.

...
9 Noch immer
Vorschautext:
Das Schöne schwindet irgendwann
Doch ewig scheint sein Schimmer
Ich denke jeden Tag daran
Noch immer? Ja, noch immer.
8 Das Bierorakel
Vorschautext:
Das Bierorakel

Ich habe einen kleinen Brauch,
Ein Ritual, wie andre auch:
Ergreift mich starke Wissensgier
Dann trink ich ein Orakelbier.

Vor kurzem habe ich bestellt
Ein Bier im Neuenheimer Feld
Am Teiche stand ich ganz allein
Und das Orakel sagte „nein“.

...
7 Die Antwort
Vorschautext:
Zwei Stunden, nachdem die Raketen geflogen
Mit Zischen durch Himmel und Gassen gezogen
Da schaute ich nach – doch ich glaubte nicht dran...
Indes, sie kam! Eine Antwort kam an!

Ich kramte sie gleich aus der Tasche behende
Und fürchtete heimlich das nahende Ende
Ich lehnte mich sicher im Flur an die Wand
Falls mir eine schreckliche Antwort gesandt

Ich drückte den Knopf und in bangem Erwarten
Die Augen der Antwort, der düsteren, harrten
...
6 In Erinnerung an den Wolfsbrunnen zu Heidelberg
Vorschautext:
Auf dem Berg am Waldesrande
Eine Lichtung einsam liegt
Und im sonnigen Gewande
Sich um eine Bühne schmiegt
Auf dem Gras zur Mittagsstunde
Spielen bellend viele Hunde

In der Mitte liegt, erfrischend
Spiegelglatt ein kühler Teich
Kleine Fische huschen zischend
Munter durch ihr tiefes Reich
Und das satte Gras, das grüne
...
5 Der Raum
Vorschautext:
Denk ich zurück an jenen Raum
Wo das Fenster schräggestellt
Dann fühl ich den verblassten Traum
Von einer alten Welt

Als ich ihn zum ersten Mal betrat
Hing ein einziges Bild an der Wand
Gleichwie im Antiquariat
Am alten Flohmarktstand

Ein Bild von einer alten Zeit
Die mir noch nicht bekannt:
...
4 Die Brücke
Vorschautext:
Die Brücke

Wenn ich spät nach Hause kehrte
Und der Schlaf die Stadt bezwang
Da empfing mich die verehrte
Liebe Brücke jahrelang.

Nachts stand ich auf meinem Stege
Schöpfte der Natur Genuss
Und das Wasser rauschte rege
In dem wohlvertrauten Fluss.

...
3 Masochist
Vorschautext:
Ich handle gern aus Unvernunft
Wenn mir grad danach ist
Ich lebe frei und ungesund:
Ich bin ein Masochist.

Ich folge der Unmöglichkeit
Die Ferne zieht mich an
Zu Missetaten stets bereit
Leb ich in meinem Wahn.

Ich weiß, dass es nicht glücken wird
Und strebe doch danach
...
2 Das Lob der Lüge
Vorschautext:
Grenzenloser Optimismus
Ist des Friedens größter Feind,
Primitiver Heroismus,
Der entfremdet, nicht vereint.
Hat er mich doch jüngst erhoben
Hin zum spröden Firmament,
Übermütig aufgestoben
Durch das Feuer, das noch brennt.

Nachsicht ward mir schlimmste Sünde,
Fiel hinab wie Ikarus
In des Meeres tiefste Gründe
...
1 Kleinigkeit
Vorschautext:
Nicht Freude – es war Seligkeit
Die in mir aufgegangen
Ob einer netten Kleinigkeit
Die kürzlich ich empfangen.

Wenn jemand solcherlei erhält
Dann nimmt er es gelassen
Für mich, für mich war es die Welt!
Ich konnte es nicht fassen!

Ich schaute immer wieder hin
Ob es nicht gleich verflogen
...
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