Wellen

Ein Gedicht von Klaus Lutz
Blicke aus dem Fenster! Gärten und
Sonne. Menschen und Musik. Frühling
und Leben. Und Worte wie Türen. Denken
und Liebe. Küsse und Siege. Freude
und Reisen. Und Träume als Paläste.
Ideen und Spiele. Tänze und Licht. Wege
und Glück. Nächte als Thron. Und Tage
die Lächeln. Ohne Tränen und Trauer!
Das Fest als Zirkus. Und Bettler als
Pfarrer!"

Zeiten wie auf Santorini! Meer und Stille.
Strände und Retsina. Licht und Kraft.
Und Feste als Heiler. Sätze und Sterne.
Spiele und Flügel. Augen und Sprache.
Und Ziele als Strände. Worte als Felsen.
Bilder als Mönche. Figuren als Denker.
Uhren als Geiger. Und Inseln im Licht.
Ohne Armut und Angst! Die Kunst als
Krone. Und Engel als Könige!“

Tage wie als Künstler! Bäume mit Namen.
Strassen als Heimat. Häuser als Freunde.
Und Herzen als Therapie. Hoffen und
Spiele. Arbeit und Siege. Sprache und
Frieden. Und Briefe als Herz. Träume als
Wahrheit. Wege als Paradies. Zeit als
Märchen. Worte als Riesen. Und Reisen
als Lieder. Ohne Neid und Hass. Die Welt
als Cafe: „Und Clowns als Denker!“

Leben wie im Film. Tisch mit Medizin.
Pflaster und Binden. Regale mit Figuren
Und Nächte wie Zauber. Götter als
Gäste. Sterne als Kämpfer. Freiheit als
Siege. Und Sänger als Lehrer. Spiele als
Geiger. Töne als Feuer. Freude als Wein.
Tränen als Perlen. Und Stille als Poesie.
Ohne Angst und Leid. Die Zeit als Bühne:
"Und Träume als Tänzer!"

(C)Klaus Lutz

Hallo

Das war die erste Fassung von "Wellen" Es sollte
ein Text über Krebs werden. Dann dachte ich mir:
Mach ein aufbauenden Gedicht draus. Krebs ist
ein alter Hut. Und irgendwie hat das heute jeder
in der westl. Welt. Krebs an der Seele. Krebs am
Denken. Krebs am Herz. Was heisst, die Masse
der Leute ist am Arsch. Fertig und am Ende, wie
es schöner nicht möglich ist. Dekadent und total
verblödet. Das ist aber auch keine neue Erkenntnis.
Mir fallen gleich die Augen zu. "Ärzte" war also
die erste Fassung von "Wellen" Über den Krebs
von dem jeder infiziert ist. Mit dem jeder Stunden
am Tag vor dem Spiegel steht. Und sich und der
Welt den Krieg erklärt. Sinnloses Denken. Sinnloses
Leben. Sinnlose Zeit. Und nach dem Spiegelfilm,
wartet die Psychotherapie. Und Leute deren Spiegel
Pornos, die Fresssucht und Dickmanns sind. Und
um so harmloser dieser Alltagskrebs erscheint. Um
so unheilbarer ist er. Die Masse der Menschen leidet
an den Problemen des normalen Lebens. Die Filme
sind alle gleich. Und auch die Gespräche. Und
Träume die etwas ändern könnten, sind nicht mehr
da. Alles Tod. Die ganze bildungsbürgerliche Scheiße
in der Birne. Und der Mut die Wahrheit zu sagen.
Und die Wahrheit zu sehen. Und die Wahrheit zu
denken. Um dann wieder die Wahrheit zu leben.
Mit einer Birne die offen ist. Und die sich keine
Scheiße erzählen lässt. Und die es begreift: Das
größte Abenteuer ist es die Wahrheit zu leben. Mit
Augen die sehen. Mit einem Denken das stimmt. Und
einem Wissen das hilft. Ein Leben das fähig ist sich
zu korrigieren. Und das sich auch korrigieren lässt.
So weit! So gut! Und das Leben das nicht an Dekadenz
und Zivilisatioskrebs verfault. Das Leben das sich
wehrt. Das sollte die erste Fassung von "Wellen"
beschreiben. Das Thema erschien mir aber zu
erschöpft. Darum habe ich die erste Fassung; so
stehen lassen. Und die andere Idee ausgearbeitet.
Ich hoffe das Gedicht "Wellen" findet etwas
Anklang!

(C(Klaus Lutz

Informationen zum Gedicht: Wellen

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(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
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31.03.2025
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