Der Osterhase und der Maulwurf

Ein Gedicht von Jens Gottschall
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Der Osterhase hat heut' viel zu tun,
für ihn bleibt keine Zeit sich auszuruh'n,
denn er weiß, das am Ostersonntag alle Kinder warten,
auf die große Eier-Suchaktion im Garten.

Tagelang hat er sich vorbereitet,
die Ostereier hübsch bemalt bis in die Nacht;
die Hasenkinder haben ihm dabei geholfen,
weil kleinen Fellnasen das Pinseln große Freude macht.

Gute Verstecke hat er sich ausgedacht,
im Garten gibt es unzählige gut getarnte Ecken;
lieber Osterhase, gib nur auf den Maulwurf acht,
denn so viel Osternascherei'n auch "sein" Interesse wecken.

In die Spur macht er sich eilig, noch in der Dunkelheit,
muß alles rechtzeitig verstecken, jetzt wird es höchste Zeit.
Keiner soll den Osterhase vorher schon entdecken,
es herrscht noch große Stille "nur den Maulwurf nicht aufwecken !"

Bis zum Garten mußte er 'ne ganze Weile laufen
und auf der Wiese ... oje, ist ihm ein großes Missgeschick gescheh'n,
er ist gestolpert über Paulis kleine Haufen,
hat sich den Fuß verstaucht und kann sich kaum noch dreh'n.

Der Maulwurf hört den Eierkorb auf seine Wiese krachen,
schaut aus dem Erdloch raus, hält sich den Bauch vor Lachen:
"Das kommt davon, hättest du dich bloß nicht so beeilt,
na wenigstens sind die Ostereier überall schön gleichmäßig verteilt !"

Informationen zum Gedicht: Der Osterhase und der Maulwurf

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22.03.2025
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