Ach Gegenwart, Du Retterin!
Ach Gegenwart, Du Retterin!
Fast verflogen die ungewollte Erinnerung,
Winzig geworden hängt sie noch nach,
Schlägt gelegentlich zu als Verschlimmerung,
Seelentief drohend mit Weh und Ach.
Dann schnell anderswo hinschauen,
Ja an etwas ganz anderes denken,
Sich jetzt einen Schutzwall aufbauen
Sich den Augenblick schenken.
Da ist die Mutter mit ihrem Kind,
Das so freudig an der Eiskugel lutscht,
Während hinten im Abendwind
Ein Pärchen ganz innig knutscht.
Ach Gegenwart, Du Retterin!
Jetzt läuft das Kind zur Mama hin,
Die es in die Arme schließt mit Muttersinn
Und mich rettet, weil ich Schauender bin.
©Hans Hartmut Karg
2025
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